Kräftig steigende Zahlen

Tourismus: Hohenlohe-Franken kommt bei den Kurzurlaubern immer besser an. Der Landkreis Schwäbisch Hall verzeichnet im ersten Halbjahr deutlich mehr Gäste.

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Die Kunsthalle Würth ist eine der großen Attraktionen, die zahlreiche kulturinteressierte Besucher in den Landkreis Schwäbisch Hall lockt.  Foto: 

Auch die jüngste Fahrradaktion „Tour der Hohenlohe“ hat es wieder verdeutlicht: Radfahren, Wandern, Genuss und Kultur – das sind die vier Gründe mit der Raum Hohenlohe-Franken als Tourismusregion punktet. Das Würth-Museum, die Freilichtspiele, große Kulturveranstaltungen oder das Ressort Mawell haben das ihre getan, die Besucherzahlen nach oben zu treiben. Faktisch läuft das Geschäft im Tourismus seit Pfingsten sehr gut, – daran änderte auch der bisweilen wechselhafte Sommer wenig. Bis Ende Juni kamen soviel Kurzurlauber in die Region wie nie zuvor. Landesweit liegen die Gäste- und Übernachtungszahlen in Summe sogar über dem Rekordjahr 2016.

Mehr Übernachtungen

Auch wenn nicht jeder Landstrich von dieser Entwicklung profitieren konnte, der Landkreis Schwäbisch Hall steht zweifelsfrei auf der Gewinnerseite: 259 533 Übernachtungen meldeten die Beherbergungsbe­triebe bis Ende Juni dem statistischen Landesamt. Das sind 664 Übernachtungen mehr als im Vorjahr. Die späten Oster- und Pfingstferien wirbelten die Monatsbilanzen zwar etwas durcheinander, aber das ist eher etwas für Statistiker. Bereits zur Halbzeit des Tourismusjahres lässt sich eindeutig sagen: Der Fremdenverkehr brummt.

Bisher zog es 122 163 Übernachtungsgäste an Kocher,  Jagst und Bühler. Damit kamen 1391 Besucher mehr als vor Jahresfrist. Besonders Gaststätten, Restaurants, Läden und Dienstleistungen profitieren von den Tagestouristen. Das „große Geld“ bringen natürlich die Übernachtungen. 259 533 zählten Hoteliers und Vermieter bislang. Ein Zuwachs von 664. Bei einem angenommenen durchschnittlichen Umsatz von 70 Euro pro Übernachtung, macht das ein Plus von 46 000 Euro für die Anbieter. Die Region liegt vor allem von Frühjahr bis Herbst sehr hoch in der Gunst der Reisenden. ­Waren es im Januar 33­­­­­­­ 224 Übernachtungen, stieg die Zahl im April auf 43 284 und erreichte im Juni mit 55 600 ihren ersten Höhenpunkt.

Während der Landkreis Schwäbisch Hall zulegen konnte, musste der Hohenlohekreis leichte Rückgänge hinnehmen. Mit 188 983 Übernachtungen standen unter dem Strich  564 Buchungen weniger in der vorläufigen Halbjahresbilanz.  Dabei konnte auch der Hohenlohekreis bei den Gästezahlen zulegen. Bis Jahresmitte kamen 93 128 Gäste ins Kochertal (Plus 2 415). Zum Schlafen zogen sie aber häufig weiter, und so hatten die Anbieter beim Übernachtungsumsatz rund 39 000 Euro weniger in der Kasse.

Liegen die Landkreise in den Wintermonaten etwa gleich auf,  so vergrößert sich der Abstand im Sommer deutlich. Es wurden im Juni im Hohenlohekreis trotz Bundesgartenschau 38 136 Übernachtungen gezählt. Fast 17 000 weniger als im Landkreis Schwäbisch Hall.  Auch bei den ausländischen Gästen  gab es erneut ein leichtes Plus. Bisher steuerten Übernachtungen von ausländischen Reisenden etwa zehn Prozent  des Umsatzes bei. Vor allem Schweizer zieht es in die Region, sie stellen etwa ein Viertel aller Auslandsgäste. Dahinter folgen Franzosen, Niederländer (etwa zehn Prozent). Immer mehr Interesse haben auch Besucher aus den USA, aus China und Spanien.

Ein Teil der Übernachtungszahlen rührt auch von der guten Anbindung an das Taubertal.

Die Tourismusregion Franken liegt bei den Übernachtungszahlen mittlerweile vor Sachsen, Thüringen oder  Rheinland-Pfalz. Für 2016 meldete die Nachbarregion ein Plus von 3,1 Prozent. „Wir freuen uns, dass gerade auch die Ferienlandschaft ,Liebliches Taubertal’ zu diesem guten Ergebnis beitragen konnte“, sagt Geschäftsführer Jochen Müssig. Die Übernachtungszahlen stiegen im zurückliegenden Geschäftsjahr auf stattliche 1,87 Millionen (Zuwachs: 2,2 Prozent). Auf württembergischer Seite ist der Raum Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim in Sachen Touristik in Hohenlohe-Franken das Nonplus­­­ultra. Im Gebiet des Tourismusverbandes Franken, zu dem auch  Besucherhochburgen wie Rothen­burg oder Dinkelsbühl zählen, ­sichert die Tourismuswirtschaft rund 150 000 Arbeitsplätze. Bereits jeder fünfte  Gast kommt aus dem Ausland“, erklärt Geschäftsführer Olaf Seifert.

Taubertal ganz vorne

Die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ ist auch in diesem Jahr sehr gefragt. Bei den Ankünften von Januar bis Juni wurde ein Zuwachs von 27,3 Prozent verzeichnet. „Das ist ein absoluter Rekordwert“, sagt der Vorsitzende des Tourismusverbandes „Liebliches Taubertal“, Landrat Reinhard Frank. Mehr als 340 000 Übernachtungsgäste besuchten den Landkreis Main-­Tauber in diesem Zeitraum. Bereits Mitte des Jahres wurden rund 646 000 Übernachtungen registriert. Im Taubertal werden in diesem Jahr mit rund 7,5 Millionen Tagesbesucher erwartet.

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