Kommentar: Zumutung für Hinterbliebene

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Die Entscheidung der Dritten Heilbronner Strafkammer, den Prozess in der niedrigeren Instanz zu eröffnen, rächt sich. Dabei hätten die zuständigen Richter vorher das Ausmaß erkennen müssen - nicht nur, weil der Fall des anderen Haller Bestatters in Heilbronn verhandelt worden war. Peter S. wurde im Herbst 2014 wegen einer ähnlicher Masche zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Der Fall Jochen M. ist aber komplexer. In diesem waren zwar keine weiteren pietätlosen Handlungen Thema, aber M. bestreitet anders als Peter S. den Betrug. Ohne Geständnis muss bei einer Verurteilung die Strafe höher ausfallen.

Dass sie geringer ausfiel, war wohl der Prozessökonomie geschuldet, nur die Fälle vor dem überlasteten Amtsgericht weiterzuverhandeln, die leicht zu beweisen sind. 20 Anklagepunkte wurden vorläufig eingestellt, die mit Antrag der Staatsanwaltschaft in Heilbronn wieder auf dem Tableau landen könnten. Noch mehr Prozesstage wären die Folge. So ist das Verfahren nicht nur ineffizient, sondern auch eine schmerzhafte Zumutung für die Hinterbliebenen und den Angeklagten.

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