Kollaps bei Sperrung von A6 und Ortsdurchfahrt Untermünkheim

Die A6 erweist sich - auch wegen der Baustelle Kochertalbrücke - als neuer Unfallschwerpunkt. Schon jetzt sind Umleitungen überlastet. Bald soll zudem die Untermünkheimer Ortsdurchfahrt saniert werden.

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Die Stadt Schwäbisch Hall droht im Verkehrschaos zu versinken, wenn es zu solchen Unglücken wie in der jüngsten Vergangenheit auf der A6 kommt. Noch bis Herbst 2015 wird an der Kochertalbrücke gebaut, und nächstes Jahr wahrscheinlich zeitgleich die Ortsdurchfahrt Untermünkheim für ein halbes Jahr wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch Hall und über die Westumgehung. Was die Stadt erwartet, war in Ansätzen bei der Autobahn-Sperrung am Dienstag zu sehen. "Und schon ohne Umleitungsverkehr von der A6 wird es viel Verkehr geben", weiß Robert Gruner, Pressesprecher der Stadt. Gerade die Engstelle beim Bahnviadukt, wo die Stuttgarter Straße wieder einspurig wird, sieht er als Problemzone.

Die Lösung - die auch der Haller OB Hermann-Josef Pelgrim anstrebt - ist ein schneller Bau des Weilertunnels, mit dem die Engstelle umfahren werden könnte. "Aber es deutet sich nicht an, dass das Verkehrsministerium da einlenkt", berichtet Gruner. Die Stadt stehe im ständigen Schriftverkehr mit den Verantwortlichen.

Gruner erklärt, welche Folgen das Verkehrschaos haben könnte. Nicht nur, dass bei einer A6-Sperrung der Individualverkehr zusammenbreche. "Da ist man dann zu Fuß schneller. Aber auch der öffentliche Nahverkehr kommt nicht durch", erklärt der Pressesprecher.

Untermünkheims Bürgermeister Christoph Maschke hat auch keine Lösung dafür: "Sicher, die 40.000 Fahrzeuge am Tag auf der A6 lassen sich da nicht wegdiskutieren." Allerdings sei es dringend notwendig die B19 im Ort zu sanieren, um diesen Verkehrsweg für die Zukunft zu sichern. Die Gemeinde sei nicht Bauherr, dränge aber bei Bund und Regierungspräsidium auf eine schnelle Abwicklung. Er werde darauf hinweisen, dass mehr als eine Umleitungsstrecke notwendig sei.

Die Stau-Situation auf der A6 sei seiner Meinung nach aber auch so gewollt: Immer mehr Güter kämen auf die Straße, und der Individualverkehr nehme auch zu. "In den meisten Autos sitzt nur eine Person. Wenn es mehr Staus gibt, werden hoffentlich mehr Fahrgemeinschaften gebildet", meint der Schultes.

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