Kleine Erholungstour nach Hall

Derzeit wird im Kloster Schöntal der 15. internationale Wettbewerb für Violine ausgetragen. Am Sonntag gibt es um 11 Uhr eine Preisträger-Matinée in der Kunsthalle Würth. Juroren und Helfer waren schon mal da.

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Professor Petru Munteanu vor der Johanniterkirche in Hall. Foto: blo

Den ganzen Tag über aufmerksam virtuose Geigenmusik hören und fair benoten - die Juroren des mittlerweile 15. internationalen Violinwettbewerbs der Kulturstiftung Hohenlohe haben keine leichte Aufgabe. "Morgens um 9 Uhr geht es los", erklärt Professor Petru Munteanu, der den Wettbewerb leitet. "Und gestern haben wir bis 21.30 Uhr getagt."

So schön das Jagsttal und Kloster Schöntal sind, wo der Wettbewerb seit dem 22. August ausgetragen wird, aber es tue zwischendurch auch mal gut, rauszukommen. Deshalb unternimmt Munteanu, der den Wettbewerb vor 25 Jahren quasi mitgründete, seine Juroren-Kollegen, die Klavierbegleiter und viele andere Helfer des Wettbewerbs einen kleinen Ausflug nach Schwäbisch Hall. Dort lässt sich die Gruppe unter anderem durch die Ausstellung "Alte Meister in der Sammlung Würth" und zu Hans Holbeins Schutzmantelmadonna in der Johanniterkirche führen. Mit dabei ist auch Otto Müller, Geschäftsführer der Kulturstiftung und Gründer des Hohenloher Kultursommers. 46 junge Musiker bis 21 Jahre zählt das Teilnehmerfeld - sie kommen auch aus China und Neuseeland. Ursprünglich waren 58 angemeldet, ein Dutzend musste aber kurzfristig absagen, erklärt Munteanu. Die neun Juroren kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus China, Russland, Kasachstan, England und Israel. Das Vorgehen mit der Bewertung direkt nach dem Vortrag der jungen Musiker sei sehr fair, erklärt Munteanu, seit 1994 Professor für Violine an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Seit 28 Jahren ist er im Sommer regelmäßig beim Hohenloher Kultursommer aktiv - sein Concertino Ensemble bestreitet zahlreiche Konzerte in der Musikreihe. "Ich bin schon ein bisschen Hohenloher", meint er augenzwinkernd. Dennoch ist der Besuch der Johanniterkirche an diesem Tag für ihn eine Premiere.

Der alle zwei Jahre stattfindende Violinwettbewerb der Kulturstiftung Hohenlohe genieße einen guten Ruf, sagt Munteanu. Und das Niveau habe sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt - "die Leistungen sind sehr, sehr gut".

Heute, Freitag, steht das Wettbewerbsfinale an, "und am Samstagabend ist die letzte Jury-Sitzung", sagt Munteanu. Höhepunkt und Abschluss des diesjährigen Wettbewerbs sind die Konzerte der Preisträger am Sonntag, 1. September. Um 11 Uhr gibt es eine Matinée in der Kunsthalle Würth in Hall, bei der auch der mit 5000 Euro dotierte Reinhold-Würth-Förderpreis vergeben wird. Im Festsaal des Bildungshauses Schöntal werden um 17 Uhr weitere Preise vergeben, bevor um 18.30 Uhr die Gala der Preisträger beginnt.

www.hohenloher-kultursommer.de

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