Kissin' Dynamite begeistern ihre 200 Fans beim Konzert in der Haller Kantine

Voll war es nicht am Donnerstagabend in der Haller Kantine. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch: Die schwäbische Heavy-Metal-Band Kissin' Dynamite versprühte jede Menge guter Laune.

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Mit Spaß auf der Bühne der Haller Kantine: Kissin'-Dynamite-Sänger Hannes Braun lacht ins Publikum. Im Hintergrund Gitarrist Jim Müller.  Foto: 

Das ist Künstlerpech. Gerade hat Kissin'-Dynamite-Sänger Hannes Braun den nächsten Song "V.I.P. in Hell" angekündigt und wartet auf den Einsatz von Schlagzeuger Andi Schnitzer - doch es kommt nichts. Irritiert dreht sich Braun um. Schnitzer zeigt auf seine kaputte Snare-Trommel. Braun kommentiert trocken: "Das ist live! Bereits nach dem zweiten Lied hat unser Drummer die Snare zerschossen."

Flugs wird Ersatz geholt. Und in der Zwischenzeit zeigen Kissin' Dynamite, dass sie auch hervorragend improvisieren können. Die Band - obwohl keiner älter als 25 Jahre - ist schon so lange zusammen, dass viele Showteile gut einstudiert sind. So aber schnappt sich Hannes Braun sein Mikro, animiert das Publikum zu Mitsingspielchen, ehe Jim Müller mit der Gitarre soliert.

Publikum singt bei „Fireflies“ voller Inbrunst mit

Nach der unfreiwilligen frühen Pause geht es dann wie geplant durch den Set. Schnell taut das anfangs noch etwas zurückhaltende Publikum auf, wird von Minute zu Minute lauter. Spätestens bei der Ballade "Fireflies" vom neuen Album "Megalomania" singt es voller Inbrunst mit.

Es ist eine Heavy-Metal-Party, die im Geist der 1980er Jahre steht, obwohl die Protagonisten damals noch gar nicht geboren waren. Die langen Haare werden fröhlich geschüttelt, die Fäuste in die Luft gereckt. Blickfang der Band ist Sänger Hannes Braun, der keine Sekunde ruhig stehen kann. Er tobt über die Bühne, manchmal stolziert er wie ein Gockel, immer versprüht er gute Laune.

Als das Publikum "Kissin' Dynamite"-Chöre anstimmt, fühlt er sich "ein bisschen wie Bruce Dickinson bei Rock in Rio, als die Fans zum ersten Mal bei ,Fear Of The Dark' den Anfang mitgesungen haben und es seither immer so gemacht wird". Eine Reminiszenz an den Sänger von Iron Maiden. Tatsächlich erinnert Brauns Stimmfärbung manchmal an Dickinson.

Rund 100 Minuten stehen Kissin' Dynamite auf der Bühne, im Mittelpunkt stehen die Songs des neuen Albums. Am Ende kommen dann ältere Lieder wie "Hysteria" und "Steel of Swabia".

Haller Band Black Trial spielt im Vorprogramm

Mit reichlich Applaus geht das Quintett von der Bühne und kommt eine halbe Stunde später wieder für Autogramme und Bilder - gelebte Fannähe, die dankbar angenommen wird.

Auch wenn die Band schon vor wesentlich mehr als geschätzten 200 Besuchern gespielt hat, meint Hannes Braun. "Die Stimmung war gut, wir sind zufrieden". Die Fans genauso.

Vor Kissin' Dynamite entert die Haller Band Black Trial die Bühne. Anfangs haben die Vier einen schweren Stand. Vor der Bühne klafft ein Loch von mehreren Metern bis zu den ersten Besuchern. Zudem hatte Sänger Fabian Kerscher die vergangenen sechs Tage Fieber. Dementsprechend zurückhaltend beginnen Black Trial. Doch nach und nach rückt das Publikum nach vorne. Der melodiös-melancholische, immer eingängige Rock kommt an. Am Ende gibt es mehr als Höflichkeitsapplaus. Angesichts der noch sehr übersichtlichen Zuschauerzahl haben Black Trial das Maximale herausgeholt.

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