Kinder entdecken ihre Rechte

Mit dem "Kinderrechte-Baum" gewann Laurin Tairi einen landesweiten Wettbewerb. Das Kinderhaus Badtorweg hatte sich mit vielen Beiträgen beteiligt.

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Laurin Tairi mit seinem ausgezeichneten Beitrag. Privatfoto

Die Beteiligung der Kinder im Alltag sei ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit im Kinderhaus Badtorweg, schreibt die Stadtverwaltung. Kürzlich wurde eine Befragung durchgeführt, in der die Kinder ihre Meinung zur Ausstattung der Räume, den Mahlzeiten, den Spielmöglichkeiten, den Erzieherinnen und ihrem Wohlbefinden äußern konnten. Optimierungsvorschläge, wie etwa die Erweiterung von Spielmaterialien in einzelnen Räumen, sei mit den Kindern umgesetzt worden. In Kinderkonferenzen erlebten Kinder, dass sie verschiedene Möglichkeiten der Mitgestaltung haben.

Das Kinderhaus nahm nun die Wettbewerbsausschreibung der "Stiftung Kinderland Baden-Württemberg" zum Anlass, ein Projekt zum Thema Kinderrechte der UN- Kinderrechtskonvention ins Leben zu rufen. Das Interesse der Kinder an ihren Rechten sollte geweckt werden. Zehn Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren hinterfragten Normen und bildeten eigene Werte.

Jedes Kind gestaltete ein Werk zum Thema Kinderrechte. Es entstand eine Spielzeugdemonstration, ein Kreuzworträtsel, ein Werbetext, ein Märchen oder ein Gedicht. Die Beiträge wurden eingeschickt.

Jubelstürme löste vergangene Woche der Brief der Stiftung aus: Der "Kinderrechte-Baum" von Laurin Tairi hat gewonnen. Sein Werk wird nun im Kalender der Stiftung erscheinen. Zur Preisverleihung im September wurde die gesamte Projektgruppe in den Europa-Park nach Rust eingeladen.

Begonnen hat das Projekt damit, dass die Kinder am Zentralen Busbahnhof sowie im Kocherquartier Passanten zwischen 7 und 87 Jahren zum Thema Kinderrechte interviewten. Sie hatten dazu eigene Fragen formuliert: "Gibt es Ihrer Meinung nach in der Schule genügend Zeit zum Spielen? Sollen Kinder Ihrer Meinung nach zu Hause Aufgaben wie Staubsaugen oder Geschirrspülen übernehmen?" Die Antworten fielen unterschiedlich aus.

In den folgenden Wochen hätten die Kinder die einzelnen Kinderrechte genau kennengelernt und sich Gedanken zu deren Umsetzung in Deutschland und weltweit gemacht. "Kinder haben das Recht auf Bildung, auf Spiel und Freizeit, das Recht auf Schutz vor Krieg, gewaltfreie Erziehung und Gesundheit, um nur einige zu nennen", so die Stadtverwaltung.

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