Keine Spur vom launischen April - Monat war deutlich sonniger als gewöhnlich

Drei Wochen Frühlingswetter mit sehr viel Sonne, wieder zu trocken und zu warm, 16 Bodenfrosttage: Der ansonsten meist recht launische April zeigte sich diesmal von einer wenig wechselhaften Seite.

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"Der April mausert sich immer mehr zu einem stabilen Frühlingsmonat ohne große Aprilkapriolen", so Meteorologe Martin Melber von der Wetterstation Westheim. In den letzten 14 Jahren war er stets zu warm und in den letzten sieben Jahren auch zu trocken ausgefallen. Auch die Sonnenscheinausbeute war meist überdurchschnittlich.

Heuer lagen zwischen einem stürmischen Anfang und einem ungemütlichen Ende drei sonnige und warme Frühlingswochen dank der Hochs "Ostra", "Padma", "Quila" und "Regina" mit dem Höhepunkt am 15. April mit dem Monatshöchstwert von 26,1 Grad, dem ersten Sommertag des Jahres 2015. Die Monatstiefsttemperatur wurde am 7. April mit minus 4,1 Grad gemessen, am Erdboden waren es am selben Tag minus 6,6 Grad. Insgesamt gab es 10 Luftfrost- und 16 Bodenfrosttage.

Auch die Tagesschwankungen waren enorm, die größte gab es am 24. April mit 21,4 Grad (Minimum -0,1 Grad). Morgens war es oft empfindlich frisch, nachmittags dann frühlingshaft warm. Martin Melber errechnete eine Monatsmitteltemperatur von 9,1 Grad, gegenüber dem langjährigen Soll von 7,8 Grad um 1,3 Grad zu warm. Den wärmsten April gab es in Westheim 2007 mit 11,9 Grad, den kältesten 1989 mit 6,4 Grad.

Die Niederschlagsbilanz war erneut negativ: An 10 Tagen mit messbarem Niederschlag fielen 45,5 Liter pro Quadratmeter, das sind 61% des langjährigen Solls von 74 Litern. Den trockensten April notierte Martin Melber 2007 mit 2,3, den niederschlagsreichsten 1994 mit 176 Litern pro Quadratmeter.

Der größte Tagesniederschlag ging am Donnerstag, 2. April, mit 16,2 Litern nieder, es war auch der einzigste Starkregentag mit mehr als 10 Litern. Am Monatsanfang fielen an drei Tagen Schneeregen und Graupel.

Das Osterwochenende war recht kühl, wobei es am Ostersonntag heiter bis wolkig war, während sich am Ostermontag sogar ein paar Schneeflocken verirrten.

Die Sonne schien reichlich, es war der zweitsonnenreichste April seit Messbeginn in Westheim 1985.

Aber auch in Sötten/Ostalb, wo Martin Melber amtlicher Wetterbeobachter ist, war es mit 236 Stunden der zweitsonnenreichste April seit 1946. In Öhrigen waren es sogar 239 Stunden und auch der zweite Platz. Mehr Sonne schien nur noch im "Jahrhundertapril 2007", damals waren es rund 340 Stunden und damit sonnenscheinreichster Monat aller Zeiten.

Unter sonstigen Beobachtungen gab es gleich am Monatsersten ein Gewitter, am 15. April lag die relative Luftfeuchte am Nachmittag nur bei 12 Prozent, es war also "knochentrocken". Heiter und ganztägig wolkenfrei waren zehn Tage, trüb und ganztägig wolkenverhangen lediglich sechs Tage.

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