Kärcher wächst doppelt so schnell wie Branche

Das Unternehmen Kärcher aus Winnenden mit großen Werken in Obersontheim steigert seinen Umsatz 2016 um 5 Prozent auf 2,33 Milliarden Euro.

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Der neue FC 5 von Kärcher ist kein Fußballclub. Wundern würde das nicht. Kärcher-Chef Hartmut Jenner ist schließlich Fußballfan und immerhin Aufsichtsrat beim Zweitliga-Tabellenführer VfB Stuttgart. Der FC 5 ist ein neues Produkt des Reinigungstechnik-Herstellers Kärcher aus Winnenden. Das Gerät ermöglicht Aufwischen und Absaugen von feuchtem und trockenem Schmutz in einem Arbeitsschritt.  Der FC 5 ist eine von 100 Neuheiten, die das Unternehmen im zurückliegenden Jahr auf den Markt gebracht hat.

Es sind diese Neuheiten, die Kärcher stark machen ­– auch im Jahr 2016. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um 5 Prozent auf 2,33 Milliarden Euro. Dass dies nicht selbstverständlich ist, verrät ein Blick auf die Branche: Diese wuchs 2016 nur halb so kräftig.

Erhebliche Investitionen

Wie viel von dem Umsatz nach dem Abzug aller Kosten übrigblieb, verrät die GmbH und Co.KG nicht. Bekannt macht das Unternehmen allerdings, wie viel es investierte. Am Stammsitz Winnenden waren es 2016 rund 30 Millionen Euro in Bürogebäude, Auditorium und Kundenzentrum.

In den zurückliegenden Jahren wurden im Bühlertal mehr als 50 Millionen Euro in die Hand genommen, um das Unternehmen zukunftssicher zu machen. Die Investitionen dort lagen 2016 nach Angaben des Unternehmens bei knapp 6 Millionen Euro.

Von den weltweit  11 862 Kärcher-Mitarbeitern sind 4513 in Deutschland beschäftigt. Fast jeder Dritte davon arbeitet in den Werken in Obersontheim. Allein dieser Anteil macht die Bedeutung der Standorte im Bühlertal für den Konzern deutlich.

Risiken für künftige Erfolge sieht Kärcher in Bereichen, die das Unternehmen nicht selbst beeinflussen kann: volatile Märkte und Währungsschwankungen, aber auch schwierige politische Rahmenbedingungen. Kärcher erwirtschaftet 85 Prozent seines Umsatzes im Ausland.

In die Reinigungstechnik ist Kärcher 1950 eingestiegen. Gründer Alfred Kärcher entwickelte einen Heißwasser-Hochdruckreiniger. Zuvor (gegründet wurde das Unternehmen 1935) lag die Konzentration auf Heiztechnik. Hergestellt wurden Anwärmgeräte für Flugzeugmotoren, Rund­öfen, Kleinherde, aber auch Handkarren und Anhänger. Seinen Sitz hatte Kärcher zunächst in Bad Cannstatt. 1939 zog  das Unternehmen nach Winnenden. Kärcher starb 1959. Er wurde 58 Jahre alt. Seine Frau Irene führte das Unternehmen rund drei Jahrzehnte lang weiter. Die Unternehmensgruppe ist auch heute noch in Familienbesitz. Geführt wird der Konzern von Hartmut Jenner, er ist Vorsitzender der Geschäftsführung. Kärcher hat 100 Tochtergesellschaften in 60 Ländern.

Kärcher betreibt im Bühlertal drei große Werke. In diesen arbeiten rund 1300 Menschen.

Im Werk Obersontheim werden unter anderem kommunale Kehrmaschinen hergestellt. Außerdem werden dort Bleche gefertigt, die auch an andere Standorte geliefert werden. Auch das selbstständige Tochterunternehmen Futuretech ist dort angesiedelt. Dieses entwickelt und fertigt zum Beispiel Technik zur Wasseraufbereitung. Leitung: Dieter Bader.

Aus dem Logistikzentrum Obersontheim werden Zubehör- und Ersatzteile in die ganze Welt versendet. Leitung: Oliver Kienzle.

Das Werk Bühlertal gilt als eine der größten Kärcher-Produktionsstätten. Dort werden Hochdruckreiniger und Dampfreiniger hergestellt. Leitung: Andreas Obenland.

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