Jugendliche arbeiten kreativ bei Ferienprogramm des Heimbacher Hofs

Schweißen, schmieden, sägen - der Heimbacher Hof wird beim Ferienprogramm "Farbig in die Sommerferien" zu einer kreativen Werkstätte für Jugendliche.

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Jasmin (14) sägt ein Herz aus einem Holzbrett heraus, Marc (14) und Ronny (15) schauen ihr dabei zu.  Foto: 

Ronny Schneider steht in kurzer Zeit der zweite Abschied bevor. Erst hat der 15-Jährige die Schule beendet, im September beginnt er eine Ausbildung zum Schreiner. Morgen enden für ihn außerdem die Ferienaufenthalte auf dem Heimbacher Hof: Nach neun Jahren ist Ronny in diesem Jahr zum letzten Mal mit dabei. Er sei "schon ein bisschen traurig" über den bevorstehenden Abschied von Ferien auf dem Heimbacher Hof, sagt der Jugendliche.

Dafür ist er, der den Beruf eines Handwerkers lernen wird, beim einwöchigen Ferienprogramm "Farbig in die Sommerferien" nochmal in seinem Element. Was ihm am besten gefalle? "Dass man mit Metall und Holz arbeiten kann, dass man schweißen und schmieden und zwischendurch auch mal Billard spielen kann." Ronny hat in den ersten beiden Ferientagen auf dem Hof einen Rätselwürfel und einen Grill gebaut. Andere der 40 Teilnehmer haben an Taschen gearbeitet, die gestern fertig wurden. Die jungen Leute sägen Herzchenformen aus Holzbrettern heraus, machen Speckstein und Armbänder, trennen mit glühenden Schweißdrähten die Böden alter Flaschen ab und drechseln aus Holz neue Unterteile, so dass die Flaschen zu Windlichtern werden.

"Farbig in die Sommerferien" ist jenes Ferienprogramm des Heimbacher Hofs mit den ältesten Teilnehmern. Es richtet sich an Elf- bis 16-Jährige - und damit an eine Altersgruppe, die für Ferienprogramme fast schon zu alt ist. Nicht aber, wenn es wie bei diesem von sieben Betreuern gestalteten Angebot um das kreative Arbeiten mit verschiedenen Materialien geht. "Das ist ein klassisches Werkstattangebot", sagt Hofleiterin Sylvia Betsch. Damit könnten auch die Elf- bis 16-Jährigen an den Hof gebunden werden. "In dieser Altersgruppe können schon technisch anspruchsvolle Sachen gemacht werden."

Zum Programm gehören aber nicht nur handwerkliche Arbeiten. Mitglieder eines Tübinger Filmteams besuchten gestern den Hof, um mit den an der Ferienwoche teilnehmenden Mädchen ein Projekt zu machen - es geht um die Sicht dieser Mädchen auf die eigene Stadt. Außerdem produzierten die jungen Leute gestern sieben Kilo Hefeteig, jeder belegte dann seinen Teil selbst. Die einzelnen Stücke kamen in den von Werkstattleiter Helmut Graf selbst gebauten Tunnelofen - zum Mittagessen aßen die Jugendlichen die Pizzas, die sie selbst hergestellt hatten.

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