Jubel, wenn Wasser aus dem Schlauch kommt

Wenn die Feuerwehr lädt, dann feiert in Hütten der ganze Ort - und deren Kameraden aus der ganzen Region. Ein Höhepunkt des Sommerfests war das Wettspritzen, bei dem jeder Handgriff sitzen musste.

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Die Menge ist ganz gebannt: Beim Wettspritzen in Hütten kommt's aufs Geschick an.  Foto: 

Heiner Karle entgeht nichts. Ganz genau beobachtet der 63-Jährige, was da hektisch aufgebaut wird. Er ist normalerweise Feuerwehr-Schiedsrichter im Hohenlohekreis und nimmt die baden-württembergischen Leistungsabzeichen ab. Beim Sommerfest in Hütten gehört er quasi schon zum Inventar und wacht darüber, dass beim Löschangriff beim Wettspritzen keine Fehler gemacht werden. Und er stoppt die Zeit. Egal ob Sonenschein oder Regen, auch die Anfeuerungsrufe der Fans entlang der Straße lenken ihn nicht ab. "Gut war's", sagt er dem Gruppenführer eines Teams und berät sich mit seinen Kollegen.

Natalie Besler ist mit ihrem Damen-Team am Start gewesen. Die jungen Frauen umarmen sich jubelnd. "Beim Üben waren wir nie so schnell." Rund vier Monate wurde trainiert - meist zwei- bis dreimal die Woche. Jetzt heißt es fiebern, denn Besler und ihre Mannschaft haben nur einen Wunsch: "Mal net Letzter sein, das wäre gut", sagt die 24-Jährige und lächelt. Am Ende werden sie Sieger bei den Frauen.

Eine Gaudi ist der Wettbewerb für Patrick Allgaier und seine Gruppe. Sie sind aus Hütten aus der Gemeinde Rickenbach im Hotzenwald angereist. "Das waren knapp 300 Kilometer", berichtet er. Dass die Besucher sonntags beim Wettspritzen teilnehmen sollen, das wussten sie bei der Anreise noch nicht. "Das haben wir Freitagabend an der Bar erfahren. Da haben wir samstags dreimal geübt. Und dafür ist es sehr gut gelaufen", sagt Allgaier und lacht mit seinem Team. Immerhin: Sie werden bei der Aktion nicht Letzte.

Die rote Laterne holt die Nachbarwehr aus Waldenburg jenseits der Kreisgrenze. Vielleicht liegt das auch am Trainingsgrundsatz "Mut zur Lücke". "Wir haben rund anderthalb Stunden geprobt. Es lief etwas eckig", gesteht Gruppenführer Tobias Riehle.

Den großen Pokal bei den Herren holt die zweite Mannschaft aus Bubenorbis. Sieger bei der Jugend wird das zweite Mainhardter Team.

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