Josephina Flaig weiß: In der Gastronomie kommt es vor allem auf Freundlichkeit an

"Man macht zwar jeden Tag das Gleiche, aber nie dasselbe", sagt Josephina Flaig. Die 17-jährige Schülerin aus Hall erzählt von ihrem spannenden Ferienjob in der Haller Eisdiele "Piazza Grande"

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    Josephina Flaig serviert in der Haller Eisdiele "Piazza Grande" jungen Gästen große Eisportionen. Jeden Tag sammelt sie wertvolle Erfahrungen und lernt ständig neue Menschen kennen. Foto: 
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Was gibt es Schöneres, als an einem heißen Tag einen großen Eisbecher zu genießen? Das dachten sich wohl auch die vielen Gäste, die sich an diesem sonnigen Nachmittag in der Eisdiele "Piazza Grande" in der Salinenstraße eine leckere Erfrischung gönnten. Unter Sonnenschirmen ist draußen viel Platz zum Sitzen, und auch bei schlechtem Wetter kann man es sich drinnen in gemütlichen Loungemöbeln gut gehen lassen.

Josephina Flaig, 17 Jahre alt und aus Hall, arbeitet hier seit Anfang Juni als Kellnerin. "Mir war sofort klar, dass ich nach der Schule ein paar Monate arbeiten wollte anstatt nur zu Hause zu sitzen", sagt die Abiturientin. "Meine Wahl ist ziemlich schnell auf die ,Piazza Grande' gefallen, da ich die Chefin gut kenne." Dadurch hatte sie den Vorteil, sich nicht offiziell bewerben zu müssen, sondern nach einem Probearbeitstag sofort anfangen zu können.

"Zuerst dachte ich, es wäre total schwierig, sich alles zu merken und die Bestellungen an die richtigen Tische zu bringen, aber man gewöhnt sich wirklich schnell daran und am Anfang wird einem natürlich alles erklärt und viel Rücksicht genommen", erzählt sie weiter. Josephinas Aufgaben sind die Bestellungen aufzunehmen, die Tische abzuräumen, die Leute zu bedienen und "ihnen jeden Wunsch zu erfüllen".

Das viele Laufen sei zwar anstrengend, würde aber trotzdem Spaß machen. Besonders während der Mittagspause zwischen halb zwölf und halb drei und abends sei sehr viel los. Leer wäre es aber eigentlich nie. Während ihrer eigenen Pause darf sie essen und trinken, was sie möchte. "Das ist jedes Mal so eine schwierige Entscheidung", lacht sie.

An ihrer Arbeit gefällt Josephina am besten das Arbeitsklima: "Wir sind nicht nur Kollegen, sondern wie eine kleine Familie!" Auch außerhalb der Arbeitszeiten verbringen sie viel Zeit miteinander, so waren sie zusammen auf dem Jakobimarkt, gehen ins Kino oder feiern Geburtstage gemeinsam. "Bei meinem Job ist es am Allerwichtigsten", betont die Siebzehnjährige, "freundlich zu bleiben, egal wie viele Wünsche ein Gast hat". Im Gegensatz zu anderen Ferienjobs hat Josephina keine festen Arbeitszeiten. "Wenn sie Hilfe brauchen, rufen sie an."

Falls sie aber einmal keine Zeit hat, wird darauf Rücksicht genommen. So bekommt sie Familie, Freunde, Feiern und Arbeiten gut unter einen Hut. Da sie jedoch noch unter 18 ist, darf sie laut dem Jugendschutzgesetz nur bis spätestens 22 Uhr arbeiten.

8,50 Euro verdient die Hallerin pro Stunde, was dem Mindestlohn entspricht. Von dem Geld möchte sie sich später ein Auto kaufen. Doch natürlich bringt der Job als Kellnerin ihr nicht nur Geld, sie sammelt auch viel Erfahrung: " Ich habe gelernt, wie man mit den unterschiedlichsten Leuten umgeht und auch Verantwortung übernommen."

Obwohl der Abiturientin ihre Arbeit sehr viel Spaß macht, kann sie sich nicht vorstellen, später einmal selber in die Branche der Gastronomie einzusteigen. Doch sie ist sich nun sicher, dass sie auf keinen Fall "den ganzen Tag in einem Büro sitzen und jeden Tag das Gleiche" machen möchte. Denn auch wenn es Außenstehenden vielleicht so vorkommt, ist der Alltag als Kellnerin alles andere als monoton, da jeden Tag total unterschiedliche Leute in die "Piazza Grande" einkehren: "Einmal ist eine zehnköpfige Gruppe mit zwölf Hunden hier essen gegangen und ein anderes Mal hatte ein Mann auf einmal Kreislaufprobleme", berichtet Josephina.

Zur Serie Während der Sommerferien stellen wir jede Woche einen Jugendlichen vor, der sich mit einem Ferienjob etwas Geld verdient.

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