Jazzklänge schweben in der Luft

„Unerhörtes“ spielte sich kürzlich im Schlosshof ab. Musiker der kirchlichen Schulen Michelbach und Sachsenheim  improvisierten beim Jazz-Konzert.

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Der Schlosshof in Michelbach bietet die ideale Kulisse zum groovigen Konzert der Schüler.  Foto: 

Auf Spielwitz darf man stets hoffen, sobald versierte Musiker auf der Bühne stehen. Die Besucher, die mit dieser Hoffnung kürzlich in den Schlosshof zu Michelbach kamen, wurden nicht enttäuscht. Getreu dem Motto „Zusammen etwas gestalten, sich gegenseitig ergänzen und bereichern“ fanden sich verschiedene Formationen der Schwesternschulen vor dem altehrwürdigen Gebäude ein. Sie warteten mit einem Kaleidoskop jener Musikrichtung auf, der gemeinhin das Improvisieren als Hauptmerkmal zugeordnet wird: dem Jazz.

Die Freude der Schüler am gemeinsamen Musizieren war von Anfang an zu spüren, schreibt Lehrer Thorsten Rosenberger, der am Schulzentrum unterrichtet. Dem getragenen – doch gleichwohl lyrisch feierlichen – Auftakt der Bilzköpfe des Evangelischen Schulzentrums Michelbach unter der Leitung von Michael Staudenmaier folgten im wahrsten Sinne beschwingte Intermezzi der verschiedenen Bigband-Formationen beider Schulen sowie der Jazzcrew des Lichtenstern-Gymnasiums aus Sachsenheim. Inmitten der instrumentalen Brillanz veranschaulichten geschickt eingeflochtene soulige Titel die Stimmgewalt der Schülerinnen beider Schulen. Und nicht nur Aretha Franklins Glanznummer „Respect“ stand  stellvertretend für ebendiese Hochachtung, die man als Auditorium der gesanglichen Leistung entgegenbringen musste.

Das Publikum nahm diese Stücke, wie ebenfalls solche, die man eher dem Popbereich zuordnen würde, in ihrer verjazzten Form mit leidenschaftlichem Applaus auf. Die wenigsten werden wohl je den alten Gassenhauer des dritten Rocky-Films „Eye of the Tiger“ in solch einem jazzigen Korsett gehört haben. Auch Klassiker großer Jazzkomponisten standen auf dem Programm, was von der geschickten Auswahl der Verantwortlichen der verschiedenen Combos  Roland Herter-Flöß, Franz Pregler und Ruth Rißler zeugt. So durften weder Zawinuls „Mercy, Mercy, Mercy“ noch der „Watermelon Man“ Herbie Hancocks im weiteren Verlauf des Abends fehlen. Wobei das letztgenannte Stück in einer wundervoll coolen Version der Michelbacher Jazz-Combo unter der Leitung von Martin Keller geradezu über den Schlosshof schwebte. Die Gäste quittierten den Auftritt mit begeisterten Ovationen. Frei nach dem Zitat der Trompetenlegende Louis Armstrong, wonach hot cool sein kann und cool wiederum hot, liegt die Auffassung nicht zu fern: Es hätte keinen heißeren Ort an diesem Abend geben können. Und das lag gewiss nicht nur am sagenhaften Wetter dieses Abends.

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