Intersport wächst 2016 in Deutschland um ein Prozent

Der Jahresumsatz von Intersport wuchs 2016 um ein Prozent. Gut verkauften sich die Waren bei den Ganzjahressportarten, während es bei den Saisonwarengruppen leichte Einbußen gab. Auch in der Region spiegelt sich der Trend wider.

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Auch Intersport Schoell – hier die Crailsheimer Filiale – freut sich über die Bilanz 2016. Für die Umbrüche, die in diesem Jahr anstehen, sieht sich die Geschäftsleitung gut aufgestellt.  Foto: 

Ein leichtes Plus verzeichnet Intersport Deutschland im abgelaufenen Jahr: Der Sportfachhändler legte 2016 um ein Prozent zu. Damit verzeichnet Intersport in Deutschland ein Einzelhandelsvolumen von 2,9 Milliarden Euro.

Auch in der Region spiegelt sich der positive Trend wider, wie Thomas Leidenberger, Mitglied der Geschäftsleitung und Einkaufsleiter von Intersport Schoell, berichtet. 2016 war für die Gruppe ein umsatzstarkes Jahr mit Zuwächsen gegenüber 2015. Mit sechs Standorten in Schwäbisch Hall, Crailsheim, Aalen und Schwäbisch Gmünd ist Intersport Schoell einer der führenden Intersport-Händler in Deutschland.

Weniger glücklich verlief das Jahr beim „Gaildorfer Sport Shop Roth“, einem Systempartner von Intersport: „Der Internethandel zeigt sich sehr, sehr stark“, klagt Geschäftsführerin Silvia Roth. Noch sei der Umsatz stabil, doch die Kundenfrequenz habe gerade im vergangenen Jahr stark abgenommen.

Doch auch deutschlandweit verkauften sich nicht alle Warengruppen gleich gut: Mit dem Sondereffekt zur Fußball-EM erzielte Intersport im Bereich Teamsport über das Jahr hinweg betrachtet ein Plus von fünf Prozent. Positiv haben sich zudem Ganzjahressportarten wie Outdoor, Running und Fitness-Workout entwickelt. Aufgrund des milden Jahresstarts und des feuchten Sommers zur Ferienzeit müssen allerdings insbesondere die Saisonwarengruppen leichte Rückgänge verkraften.

Auch hier entspricht die Entwicklung vor Ort dem bundesweiten Trend: „Auch die Händler in der Region verzeichneten durch den milden Winter zum Jahresstart und den regenreichen Sommer zu Beginn der Ferienzeit in Baden-Württemberg Umsatzeinbußen“, berichtet Mareike Schultz, Referentin für Unternehmenskommunikation bei Intersport Deutschland in Heilbronn.

Starkes Weihnachtsgeschäft

Und für Intersport Schoell berichtet auch Thomas Leidenberger von starken Zuwächsen durch die Groß-Events im Sommer: Besonders die Fußball-EM brachte einen Boom, aber auch die Olympischen Spielen machten sich positiv bemerkbar. Der erfolgreichste Monat war allerdings der Dezember, in dem Intersport Schoell vom traditionell starken Weihnachtsgeschäft profitieren konnte.

Der Sport Shop Roth hat seine größten Umsätze ebenfalls bei Sportarten wie Running, Wandern und Fitness gemacht. Enttäuschend lief es dagegen beim Fußball: „Auch die Fußball-EM hat das Geschäft nicht so belebt, wie wir uns das gewünscht hätten“, sagt Silvia Roth.

Mit Blick auf die kommenden 36 Monate spricht der Intersport-Vorstandsvorsitzende Kim Roether von der „größten Umbauphase in unserer Geschichte“. Intersport gehe es darum, die Themen Digitalisierung, Vertikalisierung und intelligente Datennutzung konsequent in die Organisation zu tragen: „Wir haben die Kraft, die Dinge zu verändern. Diese Kraft investieren wir in die Gestaltung einer digital geprägten Retailorganisation – zum Vorteil der Mitgliedsunternehmen.“

Auch für die Händler in der Region werde sich einiges verändern, sagt Thomas Leidenberger: An einer geplanten kooperativen Händlerplattform, die im dritten Quartal starten soll, wird sich Intersport Schoell von Anfang an beteiligen. Bei der Plattform werden alle Mitglieder miteinander vernetzt, um jedem Kunden den gewünschten Artikel schnellstmöglich zu liefern. Darüber hinaus investiert Intersport am Standort Heilbronn rund 40 Millionen Euro in den Ausbau seiner Logistik: Im März soll der Bau eines modernen Hochregallagers mit knapp 10 000 Quadratmetern Umschlagsfläche beginnen. Ende 2018 soll es in Betrieb genommen werden.

Zusammenarbeit: Seit 2013 sind Intersport Deutschland und Intersport Austria ein Verbund. Mit rund 1500 Verkaufsstellen, die einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro erzielen, ist Intersport Deutschland die erfolgreichste mittelständische Verbundgruppe im Sportfachhandel. Sie besitzt zudem die Intersport-Lizenz in Polen und ist auch an der Intersport Polska S.A. beteiligt.

Renommiert: Intersport Austria ist mit mehr als 280 Geschäften die bekannteste Sportfachhandels-Marke in Österreich. Sie lizenziert zudem die Märkte in Ungarn, Tschechien und der Slowakei. Innerhalb der Intersport-Gruppe setzen mehr als 1800 Geschäfte in den sechs Ländern über 3,5 Milliarden Euro um.

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