In Hessental entsteht ein Haus für junge Behinderte – Röwisch investiert

Richtfest in der Willy-Brandt-Allee: Das Unternehmen Wohnbau Röwisch baut dort ein Haus für Menschen, die Unterstützung benötigen.

|

Etwa 1,2 Millionen Euro investieren die Bauherren Manfred und Ute Rößler in einen Neubau in der Hessentaler Mittelhöhe. Zehn junge Erwachsene mit Behinderung sollen dort im nächsten Jahr einziehen. „Was lange währt, wird endlich wahr“, sagt Manfred Rößler von Röwisch Wohnbau zu Beginn des Richtfestes in der Willy-Brandt-Allee mit einem Schmunzeln. „Damit spielt er auf eine für ihn nicht übliche Planungs- und Vorbereitungszeit von zwei Jahren an“, schreibt der Sonnenhof in einer Mitteilung.

Im Frühjahr 2017 sollen die Arbeiten beendet sein

Später überreicht Heinz Schüle, ehemals Vorstand im Sonnenhof und Teil einer für den Bau maßgeblichen Elterninitiative, Rößler einen Blumenstrauß und ein alkoholisches Getränk: „Etwas zur Beruhigung“, sagt Schüle laut Pressemitteilung. Ambivalent fallen auch die Gefühle mancher Eltern aus, heißt es. Frank Woschek und Petra Vaas-Woschek werden als Beispiele genannt:  Sie wohnten früher in Hessental, jetzt leben sie auf dem Teurershof. Ihr Sohn Nicolai ist einer von zehn jungen Erwachsenen, die im kommenden Jahr in das Haus in der Willy-Brandt-Allee ziehen werden. „Das Richtfest ist einerseits ein schöner Moment. Aber das Loslassen rückt näher“, sagt Petra Vaas-Woschek.

Nun ziehe ihr Sohn Nicolai also wieder nach Hessental. „Ich bin gespannt auf das neue Haus“, erzählt er. Die Alltagsbegleitung der acht Bewohnerinnen und zwei Bewohner in dem neuen Domizil soll der Sonnenhof übernehmen. Pfarrer Michael Werner, theologisch-pädagogischer Vorstand im Sonnenhof, weist nach dem Richtspruch des Zimmermeisters Herbert Pröllochs und angelehnt an Psalm 127 auf ein „Stück Himmel“ hin.

„Wir sind zufrieden mit dem Baufortschritt“, konstatieren Manfred Rößler und Cornelia Schmidt, die den Neubau begleitende Bereichsleitung des Sonnenhofs. Bauherr und Investor rechnen im Frühjahr 2017 mit dem Abschluss aller Arbeiten. „Dann ist der Schritt des Loslassens vollends gekommen“, heißt es in der Mitteilung. Eine gewisse Distanz zu den Eltern gehöre für die unterstützungsbedürftigen jungen Leute zum Erwachsensein dazu. Der Kontakt reiße ja nicht ab, sagt Petra Vaas-Woschek zuversichtlich.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Tierschutz geht auch durch den Magen

Beim familiären Umweltfest im Haller Hospitalhof genießen die Besucher veganes Essen. Damit werben die Veranstalter dafür, die Rechte von Menschen und Tieren stärken. weiter lesen