In die Landschaft verliebt

49 neu zugezogene Vellberger werden von der Bürgermeisterin persönlich willkommengeheißen.

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Rote Stofftaschen im Corporate Design der Stadt Vellberg stehen bereit. Sie sind mit Prospekten zu Führungen, Wanderrouten und Veranstaltungen sowie einem Stadtplan gefüllt. Bürgermeisterin Ute Zoll überreicht sie den ungewöhnlich vielen Neubürgern, die ihrer Einladung gefolgt sind, als Begrüßungsgeschenk.

Die persönliche Geste scheint gut anzukommen. Und sie erleichtert, die Neubürger zu erkennen – beispielsweise die 30-jährige Neurologin Veronika Rohacova, die aus Tschechien stammt. „Ich wollte nach dem Medizinstudium nach Österreich oder Deutschland. So bin ich nach Hall ans Diak gekommen“, berichtet die ausgezeichnet Deutsch sprechende junge Ärztin, die erst in Hall wohnte und nun in der Vellberger Kreuzäckersiedlung. Über ihre Mitgliedschaft im Vellberger Kulturverein habe sie schon einige nette Leute kennengelernt.

Auch Bettina und Jörg Faßnacht haben sich für einen Bauplatz im stetig wachsenden Vellberger Neubaugebiet, der Kreuzäckersiedlung, entschieden. Sechs Jahre hat das junge Paar in Waiblingen gelebt und jetzt bewusst Vellberg als Wohnort gewählt, um wieder näher bei ihren Familien zu wohnen – auch wenn Bettina Faßnacht jetzt täglich mit dem Zug zu ihrer Arbeitsstelle nach Waiblingen pendelt. Mit Vellberg verbinden die beiden sofort das Weinbrunnenfest. „Da waren wir früher schon, aber letztes Jahr das erste Mal zusammen“, erzählt die junge Frau. In Vellberg hätten sie sich schnell eingelebt, auch, weil in ihrer Straße viele in ihrem Alter wohnen.

Lebensabend genießen

Auch für ältere Menschen scheint die Stadt Vellberg attraktiv zu sein. Eva und Christoph Chylinski haben 30 Jahre in Schwäbisch Hall gewohnt und genießen jetzt die Ruhe und die Nähe zu ihrer Tochter in Talheim. Aber nach Hall fahre sie immer noch gern, um ihre Bekannten und Freunde zutreffen, so die Rentnerin. Genauso, wie sie auch die gute Erreichbarkeit von Stuttgart genießt. „Um mal ein Musical anzuschauen“, meint sie.

Auch Monika und Dieter Ehlgötz wollen ihren dritten Lebensabschnitt in Vellberg verbringen – und zwar in Merkelbach. Dort hat sich das Ehepaar vor zwei Jahren einen alten Bauernhof gekauft und renoviert. Aber warum zieht man aus der Umgebung von Karls­ruhe nach Merkelbach? Er sei dem Ort wegen einer Tante, die dort gelebt hat, verbunden“, verrät Dieter Ehlgötz. Seine Frau hat sich auf einer Wanderung von Karlsruhe nach Rothenburg in die Landschaft verliebt.

Bisher sehen die beiden fast nur Vorteile hier: „Alles ist gut erreichbar, die Versorgung ist gut, dann die Qualität der Lebensmittel“, zählt er auf. Seiner Frau fällt noch mehr ein: „Der Verkehr ist nicht so schlimm, die Luft ist viel besser, das bekommt mir hier viel besser als in der Rheinebene. Und die Leute sind sehr freundlich“, sagt sie. Eine Sache ist Dieter Ehlgötz allerdings ein Dorn im Auge – die Windkraftanlagen. „Sie zerstören die Natur. Schreiben Sie das ruhig“, sagt er.

Zehn Jahre Silvia Misera: Übungsleiterin ím Frauenturnen und Walkinggruppe (TSV Vellberg). Melanie Schmeckenbecher: Kindertanzgruppe, Frauenturnen und Jugendfußball, Sybille Vielmetter: Kinderturnen, Mutter-Kind-Turnen (beide SV Großaltdorf). Andreas Vielmetter: Jugendtrainer Schützenverein. Heidi Fischer: Basisausbildung und Familienhunde, Edith Siegel: Freizeitgruppe.
15 Jahre Matthias Meißner Ausbilder für Hundehalter (Hohenloher Hundefreunde).
20 Jahre Thomas Zürn: stellvertretender Dirigent, jetzt Jugendleiter und Vorsitzender der Stadtkapelle.
25 Jahre Marion Moll: Gesangverein Talheim im Vorstand, Schriftführerin und Vorsitzende.
30 Jahre Angelika Frey: SV Großaltdorf, Landfrauen Großaltdorf, Frauen- und Kinderturnen.
Blutspender: Martin Friedrich (10), Wolfhart Wagner (25). siba

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