In der Schule wird’s langsam eng

Die erwartetet Dreizügigkeit ab dem Schuljahr 2019/20 stellt die Grundschule Michelfeld vor Herausforderungen. Es wird über Erweiterung und Sanierung des Gebäudes diskutiert.

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Betreuung wird großgeschrieben an der Grundschule in Michelfeld. Die Raumkapazitäten sind für den zu erwartenden Anstieg der Schülerzahlen aber nicht mehr ausreichend. Davon hat Rektor Eberhard Marstaller (hinten, halbrechts) im Gemeinderat berichtet.  Foto: 

Für das Schuljahr 2016/17 verzeichnet die Grundschule Michelfeld einen Anstieg der Schülerzahlen. „Die meisten Schulanfänger werden – von heute aus betrachtet – im Schuljahr 2019/2020 mit insgesamt 52 Kindern erwartet“, das hat Rektor Eberhard Marstaller im Gemeinderat berichtet. Aktuell besuchen 143 Kinder verteilt auf acht Klassen die Grundschule. „Ab dem Schuljahr 2019/2020 muss mit einer dritten Eingangsklasse beziehungsweise einer Dreizügigkeit gerechnet werden. Die vorhandenen Raumkapazitäten an der Grundschule sind daher nicht ausreichend“, so Marstaller. „Es wird langsam eng.“

Bauliche Veränderungen nötig

Man sei, was den Platz anbelange, „schon am Limit“. Die Klassenzimmer seien zwar top eingerichtet – die Grundschule ist Referenzschule für Medienbildung im Landkreis (siehe Interview) –, um bauliche Veränderungen werde man aber nicht herumkommen. Weiteren Raumbedarf ergebe sich durch notwendige Verbesserungen im Bereich der Fachräume, im Lehrerzimmer, der Aula sowie für die weitere Entwicklung der Ganztagsstruktur. Ergänzende Stichworte seien Barrierefreiheit, zeitgemäße Standards bei den sanitären Anlagen, der Gebäudetechnik sowie eine Modernisierung der Energetik. „Wir haben seit 2016 zusätzlich eine Vorbereitungsklasse für 13 Schüler mit besonderem sprachlichen Förderbedarf“, ergänzte der Rektor. „Das Gebäude ist ausgereizt.“

Das Projekt der Schulerweiterung und -sanierung müsse „oberste Priorität“ haben, sagte Bürgermeister Wolfgang Binnig. Er schlug dem Gemeinderat einen Projektzeitplan vor: Bis September wolle man eine Gesamtplanung inklusive Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten erstellen. Zum 1. Oktober dann müsse man Anträge auf Zuschüsse aus der Schulbauförderung des Landes gestellt haben. Anfang kommenden Jahres sollen dann weitere Mittel aus dem Ausgleichstock beantragt werden. „Außerdem wollen wir eine vorzeitige Bau­freigabe beantragen“, so Binnig. Gebaut werden soll von Frühjahr 2018 bis Juli 2019 gehen. „Wir werden nun als Erstes einen Architekten beauftragen“, ergänzte der Bürgermeister. Zu erwarteten Investitionskosten könne man zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nichts sagen.

Einstimmig hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, das Projekt „Erweiterung und Modernisierung der Grundschule Michelfeld“ nach dem von Bürgermeister Binnig vorgestellten Zeitplan weiterzuentwickeln. Sanierungsmaßnahmen sollten mit einer eventuellen Erweiterung gekoppelt werden, sagte Gemeinderätin Antje Kraft in der Sitzung.

Mögliche Raumkonzepte

Die ersten Schritte hat die Verwaltung mittlerweile eingeleitet. „Am 23. Februar werden wir uns die Schule mit Vertretern des Schulamts Künzelsau anschauen“, sagt Bürgermeister Binnig auf HT-Nachfrage. Dabei soll über mögliche Raumkonzepte gesprochen werden. „Ob es dann später einen Anbau oder eine Aufstockung geben wird, ist daher noch völlig offen.“ Für Sofortmaßnahmen, um die Rektor Marstaller in der Gemeinderatssitzung gebeten hat, seien entsprechende Mittel im Haushalt bereitgestellt. Was nun aber schnell umgesetzt werden soll oder kann, könne man zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht sagen, ergänzt Binnig: „Ich denke, dass wir im März erneut mit dem Thema in den Gemeinderat gehen werden.“ Nun müsse erst einmal Klarheit geschaffen werden, welche Maßnahmen sinnvoll und möglich sind. „Zwecks Zuschüssen sei die Michelfelder Verwaltung auch schon im Gespräch mit dem Regierungspräsidium Stuttgart.

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