Immer denselben Mann küssen?

Wie kann man eine Paarbeziehung über lange Zeit aufrecht erhalten? Darum ging es im Frauenfrühstück mit Claudia Filker. Dazu waren auch Männer eingeladen. Etwa 300 Frauen und 20 Männer kamen.

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Referentin war diesmal die Berliner Buchautorin, Kommunikationstrainerin und Pastorin Claudia Filker - eine authentische und empathische Persönlichkeit. Filker bezog sich in ihrem Vortrag immer wieder auf die Bibel, auch auf die Schöpfungsgeschichte: "Adam hat aufgeatmet, als er nicht mehr allein war. Wir Menschen sind füreinander begabt. Beziehungen machen unser Leben reich, wir sind begabt für die Liebe. Diese Zuversicht dürfen wir uns nicht nehmen lassen, auch bei schweren Vertrauenskrisen. Viele gehen am Ziel gelingende Beziehung vorbei", sagt sie und formuliert: "Sie essen ihr Paradies auf."

Filker meint, viele Leute sagten, sie würden ihre Fehler zugeben, wenn sie welche hätten, oder wenn ihre Frau sich da und da ändern würde, hätte das Paar kein Problem. Das heißt, man sucht die Schuld beim anderen. Die Mitmenschen sollen unsere Erwartungen erfüllen, sollen uns gut tun. Die Referentin fordert: "Toleranz ist angesagt!" Wichtig sei, sich selbst zu schätzen, den anderen wert zu schätzen und zu achten.

Zehn Thesen, um lange glücklich zu sein

Claudia Filker stellt zur Kunst, als Paar zu leben, zehn Thesen auf. Darunter: "Kein anderer als mein Partner versteht mich besser. Verstehen heißt auch zuhören und hinhören. Dankbarkeit und Wertschätzung verändern die Welt eines Paares. Es ist wichtig, aufeinander neugierig zu bleiben, Zeit zu zweit zu entdecken und zu kultivieren. Zeit ist ein Gottesgeschenk, Zeit ist Gottes Art, Kredit zu geben.

Der Partner kann mich so wunderbar ärgern. Verstehen und verzeihen sollten immer geübt werden. Es ist gut, dass der andere anders ist als ich. Wir ergänzen uns."

Claudia Filker schloss mit der Bemerkung, dass Beziehungen das Kostbarste auf der Welt seien. Außerdem empfahl sie den Zuhörern einen wundervollen Film zum Thema: "Wie beim ersten Mal" mit Meryl Streep.

Christina Brandl ist aus Oppenweiler zum Frauenfrühstück gekommen. Sie fand das Thema äußerst interessant. Auch Renate Offenhäuser aus Untermünkheim hat den Vormittag genossen: "Viele Anregungen, schöne Gastlichkeit, es war wie ein kleiner Urlaub." Florian Drost fühlt sich unter den vielen Frauen sehr wohl: "Das Ambiente hier ist schön, das Thema interessant, man kann immer noch was dazulernen." Wolfgang Gutschler und Band steuern wundervolle Musik bei.

Info Das nächste Frauenfrühstück wird am 10. und 11. Oktober stattfinden. Thema ist dann: "Wohin mit meiner Wut im Bauch? Ich wünsche mir ein Krokodil, das meinen Ärger frisst". Referentin ist Sabine von Krosigk.

Das Frauenfrühstück

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