Ilshofen - ein Eldorado für Arbeitnehmer

"Sie wissen ja, ich jammere immer ein bisschen", sagte Bürgermeister Roland Wurmthaler zu seinen Bürgern bei der Bürgerversammlung in Ilshofen. Aber eigentlich habe er keinen Grund dazu.

|
Vorherige Inhalte
  • Bürgermeister Roland Wurmthaler bei der Bürgerversammlung. 1/5
    Bürgermeister Roland Wurmthaler bei der Bürgerversammlung. Foto: 
  • Bürgerversammlung in Ilshofen. 2/5
    Bürgerversammlung in Ilshofen. Foto: 
  • Bürgerversammlung in Ilshofen. 3/5
    Bürgerversammlung in Ilshofen. Foto: 
  • Bürgerversammlung in Ilshofen. 4/5
    Bürgerversammlung in Ilshofen. Foto: 
  • Bürgerversammlung in Ilshofen. 5/5
    Bürgerversammlung in Ilshofen. Foto: 
Nächste Inhalte

Es sind die Schulden, die Roland Wurmthaler ins Jammern verfallen lassen, dabei weiß er eines genau: Wer deutlich mehr Plus als Minus hat, jammert auf hohem Niveau.

Finanziell steht Ilshofen nämlich gut da: Der tatsächliche Schuldenstand zum 31. Dezember 2012 hatte zwar 1,6 Millionen (253 Euro pro Kopf) betragen. Aber Rücklagen standen dagegen, und zwar fast 5,9 Millionen (929). Und dann muss der Bürgermeister in klassischer Untertreibung doch zugeben: "Ein vernünftiges Ergebnis." Aus diesem Grund wird es für die Ilshofener keine Steuererhöhung geben.

Die Gewerbesteuer sprudelt in Ilshofen wie noch nie

Denn auch das laufende Jahr läuft nicht schlecht: Die Gewerbesteuer sprudelt und wird zum Jahresende wohl 4,7 Millionen in die Stadtkasse bringen - ein Rekordergebnis. "Die Zahlen sind ganz neu", sagte Wurmthaler. "Die weiß noch nicht mal der Gemeinderat." Kein Wunder, dass es auch beträchtlichen Zuwachs an gewerblichen Bauten im ganzen Gemeindegebiet gab und gibt.

Selbst die Arbeitsplätze werden immer mehr. Insgesamt rund 2600 bei 6311 Einwohnern. Mittlerweile - und zum ersten Mal überhaupt - kommen mehr Leute nach Ilshofen zum Arbeiten als Leute wegfahren: 1847 Einpendler stehen 1776 Auspendlern gegenüber. Das gibt der Ilshofener Verwaltung guten Grund, immer weiter Baugebiete auszuweisen. Bauplätze sind derzeit in allen Teilorten und in Ilshofen selbst zu haben - nur in Großallmerspann nicht.

Was bedeutet das aber für die Kläranlage? Sie muss in den nächsten Jahren wohl erweitert werden, erklärte Wurmthaler.

Wichtig war dem Bürgermeister diesmal die Schulentwicklung, in die die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel Geld gesteckt hat - Stichwort Schulsanierung. "Wir sind jetzt gut aufgestellt", sagte Wurmthaler. "Wir haben das Bestmögliche gemacht, um unsere Kinder mit guter Bildung und Betreuung zu versorgen."

Weder die Schmerachschule noch die Hermann-Merz-Schule seien derzeit im Bestand gefährdet. Deshalb habe Ilshofen auch nicht vor, eine Gemeinschaftsschule zu beantragen. "Wir glauben, dass wir mit Realschule und Werkrealschule ein qualitativ höheres Angebot für unsere Schüler bieten können." Mittlerweile stünden die Schulen untereinander in "brutalem Konkurrenzkampf". Deshalb werde man die Entwicklung "gut beobachten und entsprechend handeln".

Der Ausblick aufs nächste Jahr? Das Thema Windkraft wird die Gemeinde noch beschäftigen (das HT berichtet darüber in der kommenden Woche). Es wird ein Stadtfest geben, ein Dorffest in Ruppertshofen, und nicht zuletzt Kommunalwahlen im Mai. "Stellen Sie sich zur Verfügung, wenn die Wählervereinigungen nachfragen", plädierte Wurmthaler. "Engagieren Sie sich für unsere Stadt. Es lohnt sich."

Info Weitere Bürgerversammlungen gab es gestern in Ruppertshofen und gibt es am Donnerstag, 28. November, um 20 Uhr im Bürgerhaus in Eckartshausen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Der ausgegrabene Bausparkassen-Bulli

60 Jahre verschwunden: Ein Wagen der Bausparkasse. Tino Ertel und Thomas Turnwald haben ihn im Bayrischen ausgegraben. weiter lesen