Holzverkauf bessert die Kasse auf

Forstexperten erläutern den Bewirtschaftungsplan für 2018. Im angekauften Fichtenbestand an der B 39 vor Finsterrot werden beim Sicherheitshieb Bäume gefällt.

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Die Gemeinde Mainhardt hat das Waldstück (auf dem Foto links von der Bundesstraße 39 unmittelbar an der Kreisgrenze zu sehen) gekauft. Dort werden die Bäume, die nahe an der Straße stehen, aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt.  Foto: 

Der Mainhardter Gemeindewald ist um zwei Hektar gewachsen. Möglich geworden ist das durch den Ankauf eines Fichtenbestandes an der Bundesstraße 39 auf der rechten Seite der Fahrbahn kurz vor Finsterrot. „Wir sind froh, dass wir das Waldstück kaufen konnten. Dort ist die Quellfassung des Dachsbachbrunnens“, sagt Kämmerer Friedmar Wagenländer. Der Tiefbrunnen sei für die Wasserversorgung der Gemeinde wichtig. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden.

Revierförster Werner Brosi kündigte in der Gemeinderatssitzung bei der Vorstellung des Bewirtschaftungsplans für den Gemeindewald an, dort einen Sicherheitshieb vornehmen zu wollen. Das sei aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig. Dort sei vor kurzem bei einem Sturm eine Fichte auf die Bundesstraße gefallen. Zum Glück habe es keinen Unfall gegeben.

Gute Preise für Buchenholz

Förster Brosi geht davon aus, dass in diesem Jahr durch den Holzverkauf aus dem Gemeindewald sicher 11 000 Euro in die Gemeindekasse fließen. Es dürfte aber mehr Geld werden, weil ein für 2018 vorgesehener Hieb von 600 Festmeter Laubholz im Kohlwald vorgezogen werde. Mit Buchenholz ließen sich derzeit gute Preise erzielen. Zudem gebe es auch immer noch das Schatzkistle der Gemeinde im Mühlwald bei Bubenorbis. Die Fichten könnten jederzeit geschlagen werden.

Mit dem Borkenkäfer habe Mainhardt noch Glück gehabt. „Ich habe Schlimmeres befürchtet“, meinte Brosi. 70 Festmeter Käferholz seien zusätzlich geschlagen worden.

Im kommenden Jahr liegt der Schwerpunkt beim Einschlag im Kohlwald gegenüber dem Wasserturm Hohenstraßen in Richtung Baad. 110- bis 130-jährige Bäume sollen 450 Festmeter Holz bringen.

Das erworbene Waldstück vor Finsterrot muss durchforstet werden. „Dort sollen 100 Douglasien gepflanzt werden, das tut dem Wald gut“, so Brosi.

Laut Plan sollen 18 000 Euro ins Gemeindesäckel fließen. Vermutlich 2019 sollten Teile des Waldes, gemeinsam mit denen in Michelfeld, gekalkt werden.

Das Rottalsträßle ist im Gemeinderat beim Thema Forst auch angesprochen worden. Dort soll der alte Teerweg abgefräst und durch einen neuen in Schotterbauweise ersetzt werden. Der Grund: Bei Bodenproben, veranlasst vom Forst Baden-Württemberg, sind Schadstoffe festgestellt worden. Mit dem Abtragen des Teers soll verhindert werden, dass weitere sogenannte PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, sie gelten als krebserregend)  austreten. Der Gemeinderat hatte diese Form der Sanierung bereits abgelehnt und will, dass der Weg wieder asphaltiert wird. Oberforstrat Manuel Braunger geht davon aus, dass die Sanierung im kommenden Jahr noch nicht ausgeführt wird. Bürgermeister Damian Komor berichtete von Gesprächen mit dem Landwirtschaftsministerium. Wenn Mainhardt Asphalt wolle, so die bisherige Haltung, müsse die Gemeinde das auch bezahlen. Doch es werde auch noch über Zuschüsse gesprochen. Die Landtagsabgeordnete Jutta Nieman (Grüne) sei eingeschaltet. Heiko Feger wies auf die vielen Schlaglöcher auf dem Sträßle  hin. Das könne man so nicht lassen. Die würden angesichts der Sanierung nur restriktiv geflickt, so Braunger. Er will sich kundig machen, wann tatsächlich saniert wird. kor

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