Hohenloher engagieren sich für todkrankes Mädchen Salome

Ein Unternehmer aus Hall hat ein zinsloses Darlehen über 80.000 Euro gewährt, damit Salome behandelt werden kann. Mit seiner Hilfe und der Unterstützung anderer Hohenloher überlebte das kranke Mädchen.

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Nach der geglückten Leber-Transplantation an der Uniklinik Tübingen: Daniela Rank, die neunjährige Salome Kipshidze aus Georgien und Monika Rank.  Foto: 

Wenn Monika Rank von Salome erzählt, muss sie oft an die Glitzerschuhe denken, die das Mädchen aus Georgien hier bekommen hat. "Sie war so stolz darauf". Die Schuhe zeigte sie auch Monika Rank und Tochter Daniela. Die Frauen und die Spezialisten der Uniklinik Tübingen und viele Geldgeber haben geholfen, dass Salome die Schuhe noch vielen Menschen zeigen kann.

Irgendwann kam Monika Ranks Tochter, die nach dem Studium ein Freiwilliges Soziales Jahr in Georgien gemacht hatte, mit dieser Geschichte von Salome zu ihr: Ein Mädchen, sieben Jahre alt, das mit seinen körperbehinderten Eltern in einem Dorf im Norden wohnt. Das Blut spuckt, weil seine Leber nur sehr eingeschränkt arbeitet. Das ein neues Organ braucht, um weiterleben zu können. Dem im armen Georgien nicht zu helfen ist.

"Ich habe viele Unikliniken abgeklappert", erinnert sich Monika Rank. "Ich bin oft abgewiesen worden. Ein Kind aus einem Nicht-EULand wollte niemand behandeln." In Tübingen schon. Schnell war auch klar: 150000 Euro müssen her - für Untersuchungen, für die OP und die Unterbringung.

Die 62-Jährige fängt an, aus Fleecedecken Ponchos zu nähen und auf Märkten zu verkaufen. Ihr Mann bastelt Kerzenständer aus Holz. Verwandte und Freunde werden mobilisiert. Rank wendet sich an die Aktion "Ein Herz für Kinder" der Bild-Zeitung, die macht 20.000 Euro locker.

Ein Unternehmer aus Schwäbisch Hall, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, gewährt ein zinsloses Darlehen von 80.000 Euro und erlässt einen Teil. Es kommen größere Spenden von Firmen, aber auch kleinere Beträge von Privatleuten. Jeder Euro zählt.

Am 22. September 2013 um 3.15 Uhr der Anruf: Eine Spender-Leber ist da. Zwei Stunden später liegt das Kind im OP. Es erholt sich danach schnell. Am 23. Dezember fliegen Salome und Mutter Marika Kipshidze die 5000 Kilometer zurück. Ihren Papa hat Salome seit zehn Monaten nicht gesehen. Im Februar wird sie noch einmal operiert. "Die Leber wurde fixiert", sagt Rank, die sich erinnert, wie sie vor Freude geweint hat, als sie das Mädchen am Stuttgarter Flughafen abholt: "Wir haben Salome fast nicht wieder erkannt. Sie ist gehüpft und hatte ein rosige Haut."

Regelmäßig wird Salome nach Deutschland zu Untersuchungen kommen. Lebenslang wird sie Medikamente nehmen müssen, damit ihr Körper das fremde Organ akzeptiert. Mit Monika Rank will sie in Kontakt bleiben - per Skype.

Info Jeden Monat braucht Salome lebenswichtige Medikamente. Außerdem muss sie regelmäßig in Deutschland untersucht werden. Wer helfen will, kann Geld spenden: Hamburger Sparkasse, BIC: HASPDEHHXXX, IBAN: DE 94200505501265107357, Stichwort "Salome".

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