Hohenlohe profitiert von guten Ideen

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Die Preisträger (von links): Dr. Eleonore Hofmann, Christine Neuweiler-Lieber und Heike Kuhn von den Natur- und Landschaftsführern Hohenlohe, Mario Philipp vom Fischereiverein Marlach-Winzenhofen mit Peter Sturm, Vorsitzender der Umweltstiftung.   Foto: 

Alle Jahre wieder kommen die Vertreter der Umweltstiftung, die aus der Bürgerinitiative gegen die in den 1990er-Jahren geplante Sondermüllverbrennungsanlage hervorgegangen ist, im Westernacher Gasthaus Lamm zusammen. Jedes Jahr werden andere interessante Projekte aus Hohenlohe mit deren Umweltpreis belohnt. 2017 sind das der Fischereiverein Marlach-Winzenhofen und die Natur- und Landschaftsführer Hohenlohe.

Peter Sturm, Vorsitzender der Umweltstiftung, erinnert, wie die Bürgerinitiative 1995 aufgelöst wurde, weil doch kein Sondermüllverbrennungsofen in Hohenlohe gebaut wurde. Die zusammengetragenen Gelder für mögliche Rechtsstreitigkeiten flossen in die Umweltstiftung. „Mit den Erträgen sollen nachhaltige und zukunftsträchtige Projekte gefördert werden“, erklärt er.

Eines davon hat der Fischereiverein an der Jagst mit sogenannten Handwurfbuhnen teilweise schon realisiert. Mit Steinen und anderem Material werden sie im Flussbett aufgeschüttet, um Engstellen zur Erhöhung des Wasserpegels zu schaffen. „Da kann man mit wenig Geld viel bewirken“, erklärt Mario Philipp, der das Projekt vorstellt. Auch auf den Buhnen, die bepflanzt werden, entstehe neuer Lebensraum. Acht Buhnen sind von der Gewässerbehörde genehmigt worden, fünf bereits gebaut. Zwei sollen noch entstehen. „Auf eine verzichten wir, weil dort ein Laichplatz ist“, so der Fachmann. Preisgeld: 500 Euro.

„Nalafüs“ nennen sich die zweiten Preisträger gern selbst. Die Natur- und Landschaftsführer wollen Interessierten Hohenlohe in allen Facetten präsentieren: Flora, Fauna, Kultur und Traditionen. Dem Verein gehören 28 ausgebildete Ehrenamtliche an, die beispielsweise geführte Wanderungen anbieten.

Das Preisgeld in Höhe von 2000 Euro soll  nun dazu genutzt werden, um Schirme anzuschaffen. „Schließlich sind wir ja auch bei jedem Wetter unterwegs“, erklärt Christine Neuweiler-Lieber von den „Nalafüs“. Überlegt habe man sich auch, was man den Besuchern als ein typisches Stück Hohenlohe mitgeben könne. Es sollen nun kleine Tüten mit Samen einheimischer Pflanzen werden. „Wir haben die Hoffnung, dass sie die Gäste zu Hause ausstreuen“, meint Neuweiler-Lieber.

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