Hohe Ehrung für Iva Videnova

Die für das Frauenteam in der Schach-Bundesliga spielende Frau trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein – Lohn für die erste deutsche Meisterschaft.

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Iva Videnova trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Schwäbisch Hall ein. Mit ihr freuen sich Gregor Krendics, Thomas Marschner, Mario Meinel, Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim, Michael Riedel und Johannes van Bergen.  Foto: 

Es ist ein besonderes Ereignis“, sagte Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. Er spielte auf den Erfolg des Frauenteams im Haller Schachklub an, das am 1. Mai in Berlin Deutscher Meister geworden ist. Und Deutsche Meister gehören nun einmal ins Goldene Buch der Stadt.

Stellvertretend für das insgesamt 14-köpfige Frauenteam – die Spielerinnen kommen aus elf Ländern– oblag es der Internationalen Meisterin Iva Videnova aus Bulgarien, am Samstagnachmittag im Goldenen Buch zu unterschreiben. Im Rathaussaal schauten ihr dabei Johannes van Bergen (Vorstand des Schachklubs und Abteilungsleiter Frauenbundesliga), Gregor Krendics (Mannschaftsführer Damenmannschaft), Thomas Marschner (Co-Mannschaftsführer und Pressewart), Mario Meinel (Co-Mannschaftsführer) sowie Michael Riedel (Vorsitzender Schachklub Hall) über die Schulter, bevor sie selbst zum Stift griffen.

Johannes van Bergen sprach vom erfolgreichsten Jahr in der 80-jährigen Vereinsgeschichte. Die Herrenmannschaft habe Platz vier der deutschen Meisterschaft erkämpft.

„Es ist so eng gewesen, dass ich fast in der Charité gelandet wäre“, sagte Mario Meinel gegenüber unserer Zeitung. Auch van Bergen erinnerte an die spannende Endrunde, die nur mit viel Mühe gewonnen worden sei.

Der württembergische Schachpräsident Armin Winkler machte dem Schachklub Hall seine Aufwartung und überreichte eine Urkunde und Präsente.

„Schwäbisch Hall ist nicht die größte Stadt, aber eine der wundervollsten“, bedankte sich Meisterspielerin Iva Videnova auf Englisch. Das Team habe Unbeschreibliches erreicht. Bis zur nächsten Meisterschaft wolle sie Deutsch können. Klar auf Titelverteidigung sind die Verantwortlichen im Schachclub. Das Team bleibe zusammen, versicherte Mario Meinel. Die VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim wolle Sponsor bleiben, erklärte van Bergen.  Die neue Saison beginnt im Oktober.

Die Hauptversammlung des SK Hall hatte am Freitag kaum begonnen, da war sie bereits wieder vorbei. Sie wird demnächst wiederholt. Grund dafür war, dass unklar blieb, wer von den rund 40 Anwesenden stimmberechtigtes Mitglied ist oder nicht. Zudem war die Einladung nicht an alle Mitglieder des Vereins versandt worden – die Spieler und Spielerinnen der beiden Bundesligateams blieben unberücksichtigt. Im Vorstand war man sich uneins darüber, ob dies auf Anweisung geschah oder nicht. Hintergrund sind seit Monaten schwelende Rivalitäten innerhalb des Vereins. Vereinfacht ausgedrückt gibt es eine Fraktion, die vorrangig das Männer-Schach und eine, die vorrangig das Frauen-Schach unterstützt. Offenbar geht es bei dem Konflikt auch um die Finanzen. Die Versammlung wurde bereits vor den Berichten der Vorstandsmitglieder abgebrochen. ruf

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