Hohe Auszeichnung fürs Tempele

Der Landesamateurthea­terpreis geht an Ensem­bles aus Stuttgart, Mann­heim, Friedrichshafen - und Niederstetten. Der ,,Sommernachtstraum“ ist zum Freilichtstück des Jahres gewählt worden.

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Mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ hat das Niederstettener Tempele-Ensemble die Jury überzeugt.  Foto: 

Der Anruf kam direkt vom Landesverband der Amateurtheater“, erinnert sich Heidi Mädel. Die Nachricht, dass das Ensemble mit Shakespeares „Der Sommernachtstraum“ unter der Regie von Ulrich Schulz den Preis in der Kategorie Freilichttheater gewonnen hat, löste bei der Vorsitzenden des Tempele in Niederstetten freilich große Freude aus. „Und ich habe gleich alle Spieler informiert“, erzählt sie.

„Der Preis setzt Impulse für die Amateurtheaterszene in Baden-Württemberg“, sagt Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. Alle Preisträger hätten wegweisende Leistungen gezeigt. Die Sieger-Inszenierungen werden vom 30. September bis 2. Oktober bei den Heimattagen Baden-Württemberg in Karlsruhe präsentiert, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Bei Freilichtinszenierungen ist das aber schwierig. „Dort wird man unseren Film zeigen, mit dem wir uns auch beworben haben“, erklärt Heidi Mädel.

Die Resonanz auf die Ausschreibung war groß: 159 Bewerbungen aus ganz Baden-Württemberg sind für den Landesamateurtheaterpreis „Lamathea“ 2017 eingegangen. Allein in der Kategorie Freilichttheater gab es 38 Bewerbungen. Die Jury hat sechs Inszenierungen sowie einen Gewinner in der Kategorie Lebenswerk/Bürgerschaftliches Engagement ausgewählt. Mit seiner dritten Verleihung habe der „Lamathea“ einen festen Platz unter den Kunststaatspreisen, erklärt Petra Olschowski. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. Der Preis ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Das Tempele in Niederstetten darf sich nun über 2000 Euro freuen.

Die 15-köpfige Jury besteht aus Experten des deutschen Amateurtheaters sowie Profi-Theaterleuten. Dazu gehören auch Christoph Biermeier, der ehemalige Intendant der Freilichtspiele Hall, sowie Stefan Hallmayer, Intendant des Lindenhof-Theaters in Melchingen. Letzterer war auch mehrfach auf der Globe-Bühne in Hall als Schauspieler zu erleben. Aus den Bewerbungen sind insgesamt 16 Produktionen in sechs Kategorien nominiert worden: Innenraumtheater, Theater mit Kindern und Jugendlichen, Freilichttheater, Mundarttheater, Theater mit soziokulturellem Hintergrund sowie Puppen- und Figurentheater. Und im Freilichttheater machte das Tempele-Ensemble das Rennen.

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