Höhere Personalkosten fressen Steuerplus

|

Um mehr als zehn Prozent würden die Personalkosten 2017 gegenüber dem Vorjahr steigen, bemerkte Bürgermeister Siegfried Trittner in der jüngsten Geminderatssitzung. Nur drei Prozent gehen auf das Konto tariflicher Erhöhung. Der Löwenanteil sei dem großen Bedarf im Bereich Kinderbetreuung geschuldet, wo 2017 drei neue Stellen besetzt werden.

82 Mitarbeiter

Insgesamt hat die Gemeinde 2017 voraussichtlich 82 Mitarbeiter, die 2,971 Millionen Euro kosten. Das sind rund 20 Prozent des Verwaltungshaushalts. „Die Folge ist, dass die Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt  200 000 Euro niedriger ausfällt als geplant“, sagte Trittner. Sie ist laut einer Grafik, die Kämmerer Jonathan Richter zeigte, seit 2014 ständig gesunken. 2014 lag sie noch bei 1,66 Millionen Euro, 2015 hat sie sich auf 1,25 Millionen Euro reduziert und lag 2016 bei 1,03 Millionen Euro. 2017 rechnet die Gemeinde nur noch mit einem Betrag von 665 000 Euro. Und das trotz hoher Steuereinnahmen: Über die Gewerbesteuer nimmt die Gemeinde voraussichtlich rund 3,6 Millionen Euro ein. Die immensen Ausgaben im Verwaltungshaushalt führen aber dazu, dass das Steuereinnahmenplus sich nicht im Vermögenshaushalt auswirkt.

Mit Blick auf die weitere Entwicklung der Gemeinde ist Trittner sehr zufrieden mit der Bauplatznachfrage. „Bei den Häuslebauern sind wir sehr beliebt“, stellte er fest. Das hat sich 2016 mit einem Zuwachs von 120 Einwohnern bemerkbar gemacht. Längerfristig werde die Gemeinde davon profitieren, dass junge Familien herziehen, die hier Steuern zahlen, hofft Trittner.

Erheblich höher

Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 15,161 Millionen Euro, gegenüber 2016 ist das ein Plus von 444 000 Euro. Das liegt laut Richter auch an den Abschreibungen, die er mit eingerechnet hat, wie das künftig nach dem neuen kommunalen Haushaltsrecht Vorschrift ist.

Die wichtigsten Investitionen betreffen die weitere Sanierung von Untersontheim/Ummenhofen (384 000 Euro), die Erschließung von 19 Bauplätzen im Gebiet Gaukler VI (881 000 Euro), den Außenspielbereich für die Krippenkinder in der Schule (170 000 Euro), den Radwegbau von Mittel- nach Oberfischach (250 000 Euro), ein LF-20-Fahrzeug für die Feuerwehr (280 000 Euro) und das Abwasserkonzept Fischachtal (310 000 Euro). Zum Ausgleich des Etats ist ein Kredit über 350 000 Euro notwendig. Gleichzeitig tilgt die Gemeinde aber 450 000 Euro, so dass die Verschuldung um 100  000 Euro sinkt.

Gesamtvolumen 19,435 Millionen Euro

Verwaltungshaushalt 15,161 Millionen Euro

Vermögenshaushalt 4,274 Millionen Euro

Zuführungsrate brutto 665 000 Euro

Zuführungsrate netto (abzüglich Tilgung) 215 000 Euro

Kreditaufnahme 450 000 Euro

Schuldenstand zum 31. Dezember 2017:
4,972 Millionen Euro (zum 31. Dezember 2016: 5,072 Millionen Euro) siba

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Schulbus rammt einen Dacia

Ein Autofahrer wird in Michelfeld schwer verletzt. Die Sonne blendet die Busfahrer. weiter lesen