Historische Brücke als Zufahrt zu eng

Vellberg setzt die 2014 begonnenen Ortsbegehungen fort. Am Donnerstagabend traf sich Bürgermeisterin Ute Zoll mit einigen Stadträten und interessierten Bürgern zum Rundgang am Brunnen von Eschenau.

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Vellbergs Bürgermeisterin Ute Zoll wollte beim Dorfrundgang wissen, was die Eschenauer Bürger umtreibt.  Foto: 

Zur Einstimmung präsentierten die Bürger den von der Eschenauer Jugend aufgestellten Maibaum. Ein echter Maibaum, eine Birke, meinte Ute Zoll anerkennend.

Das Thema Verkehr nahm in der anschließenden Begehung einen größeren Raum ein. Die 1817 bis 1840 erbaute Steinbogenbrücke spielte hierbei auch eine Rolle. Sie ist nur einspurig befahrbar. Wer aus Eschenau Richtung Vellberg über die Brücke will, kann nur, wenn er die Brücke in großem Bogen anfährt, eventuellen Gegenverkehr erkennen. Schwierig wird es, wenn etwa Lastwagen mit Anhänger rückwärts fahren müssen, um dem bevorrechtigten Gegenverkehr Platz zu machen. Ändern lässt sich die Situation nicht, und die Brücke ist ein prägnantes Bauwerk, auf das niemand verzichten will. Selbst im Gasthaus Rose schmückt es eine ganze Wand.

Die Straße rechts an der Brücke vorbei ist eigentlich nur für Anlieger gedacht. Sie wird aber offensichtlich morgens auch von anderen mit überhöhter Geschwindigkeit befahren. Die Straße und die etwas weiter entfernte Pumpstation gaben Anlass, die Aufgaben der Gemeinde im Bereich Kanalisation zu erläutern. Die Eigenkontrollverordnung verpflichte die Stadt, das Kanalnetz instand zu halten. Man habe festgestellt, so Michael Deininger, dass 80 Prozent Fremdwasser in der Kläranlage ankommen. Ein unnötiger Liter Fremdwasser verursache aber erhebliche Kosten. Das lasse sich nicht kurzfristig lösen. Die gesamte Instandsetzung des Systems werde mit etwa sechs Millionen Euro veranschlagt. Zu viel in der gegenwärtigen Finanzlage. Deshalb habe man beschlossen, so Ute Zoll, jedes Jahr für diese Aufgabe 550000 Euro zu investieren und von Nord nach Süd vorzugehen. Lorenzenzimmern und Thalheim wurden schon in Angriff genommen.

Als zweites wurde die Alte Steige begangen. Das Ortsschild, wurde bemängelt, stehe falsch. Außerdem fehle ein Gehweg, den man vielleicht bei einer Erneuerung der Straße miteinplanen könne. Das allerdings müsse das Landratsamt entscheiden.

Zum Abschluss der Ortsbegehung traf man sich im Gasthaus Rose. Bürgermeisterin Ute Zoll nahm die Gelegenheit wahr, die wichtigsten gegenwärtigen Projekte der Stadt vorzustellen. Den geplanten Bau des neuen Feuerwehrmagazins, die Sanierung des Freibades, das neue Anlegen aller Grabarten auf dem Friedhof und die Bemühungen, die Kosten für das Weinbrunnenfest zu senken.

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