Herzliche Dreistigkeit

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Prämierte Gastgeber: Ilona Scholl, aufgewachsen in der Gemeinde Mainhardt, und Maximilian Strohe.  Foto: 

Der Berliner Gastronomiepreis ist in diesem Jahr an eine gebürtige Hallerin gegangenen: Ilona Scholl. Dies meldet der „Berliner Tagesspiegel“. Seit 1997 zeichnet die Wirtschaftsförderungsagentur Berlin jährlich die besten Köche, Gastgeber und Restaurants der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg aus. „Die Gastgeberin des Jahres 2017 ist eine Frau, die mit ihrer herzlichen Dreistigkeit schon die gesamte Branche um den Finger gewickelt hat“, schreibt die Berliner Zeitung über Scholl. Die aus der Gemeinde Mainhardt stammende Gastronomin betreibt zusammen mit ihrem Partner Maximilian Strohe das „Tulus Lotrek“ in Kreuzberg. Scholl hatte sich, kaum volljährig, nach Berlin aufgemacht und beim Jobben als Kellnerin in Prenzlauer Berg Strohe kennengelernt, mit dem sie sich vor zwei Jahren selbstständig machte. Zuvor hatte Scholl ihr Abitur im Jahr 2002 am Haller Erasmus-Widmann-Gymnasium abgelegt. Seit 2015 hat sie das „Tulus Lotrek“ in der Fichtestraße. Strohe ist ausgebildeter Koch. 2016 wurde Strohe von der Jury der Berliner Meisterköche bereits als „Aufsteiger des Jahres“ ausgezeichnet.

 Die Geehrte freut sich riesig: „Ich bin eigentlich noch immer zu fassungslos, um etwas Souveränes und Gewandtes von mir zu geben. Aber dass ich mich über die Maßen freue über diesen Preis, eigentlich über die gesamten letzten zwei Jahre, das bekomme ich zusammengestottert“, zitiert die Zeitung Ilona Scholl. Sie dankt allen, die sie und ihren Mann unterstützt haben, der Jury und denjenigen, die „uns immer wieder bereitwillig die Haare vom Kopf fressen“.

Der Name des Restaurants „Tulus Lotrek“ ist übrigens die „eingedeutschte“ Schreibweise des Nachnamens
„Toulouse-Lautrec“. Der französische Maler und Grafiker Henri de Toulouse-Lautrec diente Scholl und Strohe als Inspiration zur Namensgebung für ihr Lokal. Der Künstler war nicht nur für sein Schaffen sondern auch als kulinarischer Genießer bekannt. „Wir schreiben ihn ‚falsch’, damit uns keiner auf klassisch französische Cuisine festnageln kann“, heißt es auf der Internetseite des Restaurants.

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