Herrenloses Brückle am Braunsbacher Schloss soll wieder hergestellt werden

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Die Schlossstraße und das Gebiet um das Schloss wurden beim Unwetter am ebenfalls stark beschädigt.  Foto: 

Vieles wurde beim Unwetter im vergangenen Jahr in der Gemeinde Braunsbach zerstört. Bei der Aufnahme der Schäden und den Plänen, diese zu beseitigen, trifft die Verwaltung immer wieder auf besondere Fälle.

Mit einem solchen kam der ehemalige Kämmerer Bernd Kluger in die jüngste Sitzung des Braunsbacher Gemeinderats. Kluger gehört der Kommission an, die sich um die Verteilung der eingehenden Spenden kümmert. Ihm ging es um das Brückle am Schloss, das dort über den Bach führte. Beim Unwetter ist es Opfer der Fluten und des Gerölls geworden. Jetzt wird daran gedacht, es wieder aufzubauen – auch mit Geldern aus den Spenden, die bei der Kommune nach dem Unglück eingegangen sind.

Geld von der Kirche?

Die große Frage ist aber: Wer ist für den Wiederaufbau zuständig? Die öffentliche Hand oder war die Brücke in Privatbesitz? „Die Unterhaltungspflicht der Brücke ist über das Grundbuch geklärt. Aber nirgendwo ist dort ein Besitzer zu finden“, erklärte er den Gemeinderäten. Sicher sei laut Kluger: Der Kommune habe der Überweg nie gehört, wohl auch nicht einem der Schlossbesitzer. „Es war eine sehr alte Brücke“, fügte er hinzu. In dieser Zeit habe das Schloss auch viele verschiedene Eigentümer gehabt.

„Wir sind uns von der Kommission aber einig, dass wir den Wiederaufbau unterstützen wollen“, erklärte der ehemalige Gemeindekämmerer. Wie viel Geld benötigt werde, hänge auch von den Kosten ab. Und davon, ob sich die katholische Kirche auch daran beteilige. Zudem sei dafür auch von der großzügigen Würth-Spende noch etwas übrig. Im Rahmen der Schlossbachsanierung sei es sicher sinnvoll, auch das Brückle wiederherzustellen.

Individuelle Entscheidung

„Normal stellt ja ein Besitzer einen Antrag auf Gelder aus den Spenden“, so Kluger. Das gestalte sich in diesem Fall schwierig. Deshalb sollte der Gemeinderat die Vorschriften ändern, nach denen Mittel vergeben werden. Ein Budget von 5000 Euro pro Fall, bei dem ein Besitzer nicht feststellbar ist, solle der Kommission zugestanden werden. „Die Spendenkommission muss ohnehin individuell entscheiden“, erklärte er.

Der Vorschlag fand im Gemeinderat einhellige Zustimmung. „Wird dann geklärt, wem die Brücke gehört?“, wollte Gemeinderätin Andrea Kienle wissen. „Wahrscheinlich wird sich niemand melden, weil das dann auch eine Unterhaltspflicht bedeutet“, so Kluger.

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