Hauptübung der Bühlertanner Wehr in der Schule - Kommandant zufrieden

Hurra, die Schule brennt. In dem Film "Die Lümmel von der ersten Bank" wird eine entsprechende Nachricht von den Schülern noch enthusiastisch gefeiert. Im Ernstfall entspräche das aber einer Katastrophe.

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Zwei Feuerwehrleute und ein Schüler bewegen sich auf zwei tragbaren Leitern. So werden bei der Hauptübung der Feuerwehr Bühlertann junge Leute aus den Klassenzimmern gerettet.  Foto: 

. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, hielt die Freiwillige Feuerwehr Bühlertann am Samstagabend zu ungewohnter Zeit eine Großübung ab. Ziel war es, die Einsatzkräfte vor Ort zu schulen, einen Schulhausbrand effektiv zu bekämpfen und die Schüler zu retten. Das Szenario: Es brennt im Treppenhaus der Bühlertanner Schule. Es sind noch zwei Klassen, 21 Schüler, mit ihren Lehrern in der Schule. Eine Klasse ist im Mittelbau im ersten Stock, die andere Klasse im selben Gebäudeteil im zweiten Stock. Die Schüler haben sich in ihren Klassenzimmern verschanzt. Der Fluchtweg über die Treppe ist ihnen versperrt.

Schüler werden über tragbare Leitern gerettet

Für die eintreffende Wehr bedeutet das, dass die Schüler über tragbare Leitern gerettet werden müssen. Der Hausmeister wird noch im Gebäude vermisst.

Um 19.10 Uhr wird der Alarm ausgelöst. Wenige Minuten später ist die Wehr mit 30 Mann zur Stelle. Ein Atemschutztrupp dringt in das Haus ein, um die vermisste Person zu suchen. Die tragbaren Leitern werden aufgestellt, ein Feuerwehrmann steigt jeweils in die Klassenzimmer, um die Situation zu klären und den Schülern den Rettungsvorgang zu erklären. Im zweiten Stock haben zwei Schüler Kreislaufprobleme und müssen stabilisiert werden. Dann werden die Schüler über die Leitern von oben mit einem Seil gesichert und, von einem Feuerwehrmann geleitet, einzeln herabgeführt. Die geretteten Schüler werden zur Sammelstelle im Pausenhof gebracht. 21 Schüler und zwei Lehrer gilt es, auf diese Weise aus dem Gebäude zu holen.

Inzwischen ist der Brand im Gebäude gelöscht. Mit einem großen Ventilator wird das Treppenhaus vom Rauch befreit. Die Schüler mit Kreislaufproblemen können jetzt mit Tragbahren über das Treppenhaus heruntergetragen werden. Auch die Suche nach dem Hausmeister verläuft erfolgreich.

Kommandant Markus Schirle ist mit dem Einsatz zufrieden. Die Wehr war schnell am Brandort. Der erste Schüler konnte schon drei Minuten später gerettet werden. Die anderen folgten zügig. Die Schüler meinten, sie hätten auf der Leiter keine Angst verspürt. Sie seien gut gesichert gewesen.

Diese Übung war laut Markus Schirle die dritte im Zusammenhang mit der Schule. Es komme darauf an, alle für einen Ernstfall vorzubereiten. Dazu gehöre eine Begehung des Schulgebäudes mit den Abteilungsleitern der Feuerwehr und den Lehrern. Brandschutzerziehung mit den Schülern spiele ebenfalls eine große Rolle.

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