Schule und Kindergarten arbeiten eng zusammen

Schule und Kindergarten arbeiten in Wolpertshausen eng zusammen. Damit wird den Kindern der Übergang erleichtert.

|

„Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Feuer, die entfacht werden wollen.“ Dieses Zitat von Rabeleis stammt erstaunlicherweise aus dem 16. Jahrhundert. Die Kindertagesstätte Wolpiwichtel hat sich diesen Leitsatz für ihre Philosophie ausgesucht. Das passt gut zusammen mit dem Leitbild der Grundschule „Stärken stärken“, die Kinder dort abholen, wo sie ihre größten Fähigkeiten haben.

Schule und Kindergarten arbeiten Hand in Hand. Die Maxis unter den Wolpiwichteln dürfen im zweiten Halbjahr einmal in der Woche vormittags in die Schule gehen. So lernen sie die Lehrerinnen, die Räume und auch ihre künftigen Schulkameraden von der 1. und 2. Klasse kennen. Dann ist im Herbst der Übergang vom Kindergarten in die Schule im Idealfall ein Kinderspiel. „Wir haben das große Privileg, dass die Schule gleich nebenan ist“, sagt Samuel Buchwitz, der stellvertretende Leiter der Kindertagesstätte.

Auch das pädagogische Programm der Kindertagesstätte nach dem Prinzip der „multiplen Intelligenzen“ von Howard Gardner soll die Schulfähigkeit der Kinder fördern. Sie dürfen sich in acht Bereichen betätigen: Kunst, Sprache, Bewegung, soziale Bezüge, Naturwissenschaft, Musik, Konstruktion und Mathematik beziehungsweise Logik. „Das alles geschieht natürlich spielerisch, und die Kinder können sich frei aussuchen, wo sie mitmachen wollen“, berichtet der Erzieher. Davon ausgenommen sind nur die Sprachförderung und das Zahlenland. Als Frühförderung seien diese Bereiche besonders wichtig für die Vorbereitung auf die Schule.

Schulleiterin Brigitte Gronbach empfängt die kleinen Forscher dann mit ihrem pädagogischen Programm, das nahtlos an die Kindergartenprojekte anknüpft. „Wir haben ein vielfältiges Angebot und fördern die Kinder dort, wo sie ihre Stärken haben“, erklärt die erfahrene Pädagogin, die im Mai 2016 die Grundschule übernommen und frischen Wind in das altehrwürdige Gebäude gebracht hat.

„Wir haben viel verändert und eine andere Lernkultur geschaffen“, berichtet Brigitte Gronbach. Sie weiß, dass sie ihrem Kollegium mit den vielen Fortbildungen einiges zugemutet hat. „Aber es haben alle mitgezogen“, freut sich die Schulleiterin.

Über einen neu gegründeten Förderverein ist es ihr auch gelungen, die Eltern mit ins Boot zu holen. Väter und Mütter stehen den Kindern als Lesepaten zur Seite und bieten bei Aktionsnachmittagen im Wechsel ein interessantes Programm an Exkursionen in die Umgebung, Bastelaktionen und sportlichen Betätigungen.

Einmal im Monat kommt Zimmermann Wolfram Osiander in die Schule und baut mit den Kindern Holzfiguren, die schon den Schulhof und den Eingangsbereich schmücken. „Die handwerkliche Betätigung trainiert Ausdauer und Konzentration bei den Kindern“, hat die Schulleiterin beobachtet.

Zwei Stiftungen unterstützen das vielfältige Tun in der Schule. Die sozial schwachen Kinder profitieren von der Toni-Bühler-Stiftung „Kinder haben Vorfahrt“ und die Kinder anderer Nationalitäten, vor allem aus Rumänien, erfahren Sprachförderung durch die Akademie für innovative Bildung und Management (AIM), hinter der die Dieter-Schwarz-Stiftung steht. Auch zum neu gegründeten Heimat- und Kulturverein in Wolpertshausen besteht eine enge Verbindung. Das erste gemeinsame Kinderfest im Mai ist allen in bester Erinnerung.

Die Kinderzahl in Wolpertshausen ist in den vergangenen Jahren gleich geblieben. 82 Buben und Mädchen besuchen in vier Klassen der Grundschule. Sie werden von vier Lehrkräften, der Schulleiterin und einer Religionslehrerin unterrichtet.

Die Kindertagesstätte Wolpiwichtel zählt 95 Kinder. 75 von ihnen sind über drei Jahre alt, 20 jüngere sammeln als „Kleine Strolche“ erste Erfahrungen im Kindergarten. Damit ist die Einrichtung an ihrer Obergrenze und kann keine Kinder aus Nachbargemeinden mehr aufnehmen. 13 Erziehungskräfte und eine Anerkennungspraktikantin kümmern sich um die Kinder.

Für Kleinkinder und Grundschüler gibt es verlässliche Ganztagesbetreuung von 7 bis 17 Uhr im Kindergarten und bis 16 Uhr in der Schule. clak

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Attraktive Wohnlagen

Die Nachfrage nach Grundstücken ist in Vellberg weiterhin groß. Schon bald reicht das Neubaugebiet Kreuzäcker bis an die Bühlertalstraße. weiter lesen