Haller Ortsverband des Technischen Hilfswerks feiert den 50. Gründungstag

Das Technische Hilfswerk hat viele Freunde. Das zeigt sich am Freitag beim Festakt zum 50-jährigen Gründungsjubiläum des Ortsverbandes Hall in Sulzdorf.

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Ortsbeauftragter Walter Dierolf (links) nimmt die Urkunde zum 50-jährigen Bestehen des Ortsverbandes aus den Händen von Abteilungsleiter Raimund Wattler (rechts) und Landesbeauftragtem Stephan Bröckmann entgegen.  Foto: 

Die Luft in der Unterkunft des THW in der Straße Blätteräcker 1 in Sulzdorf ist stickig. Ortsbeauftragter Walter Dierolf  hat längst Erleichterung bei der Kleiderordnung zugelassen. Das freut auch die  Ehrengäste, die zusammen mit den etwa 30 Aktiven und 30 Junghelfern den runden Geburtstag feiern.

Walter Dierolf geht kurz auf die Geschichte des Haller Ortsverbandes ein, der am 19. November 1965  ins Leben gerufen wurde. Um nicht in der Kälte im November feiern zu wollen, habe man den Termin auf den Sommer verschoben. Jetzt schwitzen THWler und Gäste.

Die Festrede hält Dr. Raimund Wattler, Leiter der Abteilung Zentrale Dienste der Bundesanstalt THW aus Bonn. Er zeichnet nach, wie sich aus einer Handvoll Männer, die sich 1965 im Gasthaus Scharfes Eck in Hall erstmals getroffen hatten, eine schlagkräftige Truppe geworden ist. Diese stellt ihre Hilfsbereitschaft bei Katastrophen in der Bundesrepublik und besonders im Kreis Hall  unter Beweis. 500 Einsatzstunden waren es an der Jagst, 1000 jüngst in Braunsbach. „Solche Einsätze schweißen zusammen. Sie sind die beste Werbung für das THW“, führt Wattler aus. Er dankt allen Mitgliedern für die Einsatzbereitschaft zum Wohle der Gesellschaft.

Den Reigen der acht Grußworte (nicht aus allen kann hier zitiert werden) eröffnet Stadtrat Hartmut Baumann. Der ehrenamtliche Stellvertreter des OB (Hermann-Josef Pelgrim weilt mit einer Delegation in der englischen Partnerstadt Loughborough) bedankt sich für das Engagement. „Die Stadt steht hinter dem THW. Wir sind froh, dass es sie gibt.“ Baumann lobt auch die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.

Erster Landesbeamter Michael Knaus übermittelt die Glückwünsche von Landrat Gerhard Bauer und dem Kreistag. Er schildert die Hilfseinsätze an der Jagst und in Braunsbach. „Dank ihrer Hilfe konnten die Folgen der Unglücke auf das Ausmaß beschränkt werden, was angesichts der Umstände nicht zu vermeiden war.“ Er spricht sich klar dagegen aus, das THW mit den Feuerwehren zu verschmelzen. Das THW solle eigenständig bleiben und weiter so gut mit den anderen Rettungsorganisationen kooperieren wie bisher.

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Jutta Niemann führt aus, dass Extremwetterereignisse zunehmen würden. Sie sieht darin Zeichen des Klimawandels, den es zu stoppen gelte. Später machen dem THW auch  die Landtagsabgeordneten Friedrich Bullinger (FDP) und Udo Stein (AfD) ihre Aufwartung. Sie kommen aus Michelfeld, wo das neue Feuerwehrmagazin eingeweiht wird.

Für die Polizei spricht Kriminaldirektor Ottmar Kroll. „Es ist beruhigend, sie an unserer Seite zu wissen, so Kroll. Für ihn stehen die Buchstaben THW für „tolle Hilfe weltweit“.

Thomas Thieme, von 1977 bis 1981 und von 1988 bis 2005 Ortsbeauftragter, lässt die Geschichte des Ortsverbandes von den Anfängen in Steinbach über das Hengella-Gelände und die Dolan Barracks bis zur jetzigen Unterkunft  Revue passieren. Nach den Ehrungen verlagert sich der gemütliche Teil ins Freie. Dort lässt es sich besser aushalten.
 

THW hilft bei Unfällen und Naturkatastrophen

Einsätze Im Faltblatt zum 50-jährigen Bestehen sind 18 große Einsätze genannt. Einige davon sind:
1968 Großbrand Hornschuch AG
Januar 1990 Massenkarambolage auf der Kochertalbrücke
Februar 1990 Hochwasser im Kochertal
1993 Explosion bei Firma Arwa in Unterrot
1999 Orkan Lothar
2001 Schneeeinsatz  A 6
August 2002 Hochwasserhilfe in Dessau
Juni 2003 Zugunglück Schrozberg
September 2005 Zugunglück Fichtenberg
2005 Schneeeinsatz
2013 Massenkarambolage auf der A 6
2015 Einsatz an der Jagst
Mai, Juni 2016 Unwetterhilfe in Braunsbach

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