Haller Eigenbetriebe fusionieren

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Dominik Metz - Praktikant des städtischen Werkhof, räumt den Müll, der nach der PArty von Abiturienten am Dienstag auf dem Grasbödele hinterlassen wurde - Abi - letzte Prüfung - Abitur  Foto: 

Drei städtische Eigenbetriebe wachsen zusammen und sollen so voneinander profitieren. Die Stadtverwaltung Hall teilt jetzt mit, dass bereits zum Jahresanfang die „Stadtbetriebe Schwäbisch Hall“ gegründet wurden.

TOBIAS WÜRTH

Schwäbisch Hall. Benötigt die Friedhofsveraltung für größere Arbeiten einen Bagger und einige Arbeitskräfte, musste sie bisher dem Werkhof einen Auftrag erteilen und warten, bis er ausgeführt wird. „Das wird jetzt einfacher“, erläutert Robert Gruner, Sprecher der Stadt, den Grund der Fusion der technischen Eigenbetriebe der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall. Jetzt können Arbeiten einfacher verteilt werden, ohne dass man sie erst beim jeweils anderen Eigenbetrieb anfordert oder über eine Personalüberlassung entscheiden muss. Einspareffekte entstünden auch durch die Bündelung der kaufmännischen Aufgaben für alle drei Betriebe. Die Leitung für die Bereiche wurde an den seitherigen Leiter des Werkhofes, Rolf Wellinger, übertragen.

Die interne Umstrukturierung bedeute für die Bürger kaum Änderungen. Daher sei es auch nicht nötig gewesen, sie der Öffentlichkeit mitzuteilen, argumentiert die Stadtverwaltung auf Nachfrage. 19 Mitarbeiter aus dem Bereich Abwasserbeseitigung und Reinhard Häberlein, der einzige Mitarbeiter des Eigenbetriebs Friedhöfe, sind zu den 83 Werkhofmitarbeitern ins Industriegebiet umgezogen.

Allerdings ändert sich schon etwas für Bürger: Die Friedhofsverwaltung war bisher im Gebäude Am Markt 5 untergebracht, der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung in der Gymnasiumstraße 4. Will ein Bürger persönlich mit einem Mitarbeiter sprechen, muss er zum Standort des Werkhofs fahren. Denn alle drei Betriebe unter dem Dach der „Stadtbetriebe Schwäbisch Hall“ sind im Industriegebiet West in der Daimlerstraße 2 zu finden.

Vom Organisations-Diagramm ist der Werkhof nun verschwunden. Die „Stadtbetriebe Schwäbisch Hall“ sind in fünf Abteilungen unterteilt: „Verwaltung“, „Technische Leitung: Eigenbetrieb Abwasser“, „Grün“, „Bau“ und „Werkstatt/Materialwirtschaft“. Der Bereich Abwasser und die Friedhofsverwaltung werden auch in Zukunft eigene Bilanzen, Wirtschaftspläne und Jahresabschlüsse vorlegen.

„Sicherlich wird man noch einige Zeit vom ,Werkhof’ reden“, sagt Gruner. Ob sich stattdessen die neuen Bezeichnungen „Grün“ und „Bau“ durchsetzen, müsse sich zeigen. Die Zusammenlegung wurde im Juni 2013 im Personal- und Organisationsausschuss thematisiert. Diese Sitzungen seien grundsätzlich nichtöffentlich. Letztendlich könne bei einem Eigenbetrieb der Oberbürgermeister als Chef der Verwaltung allein entscheiden, wie dessen Strukturen aussehen, teilt die Verwaltung auf Nachfrage mit.

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