Haller Akademie der Künste feiert am Samstag, 15. August, ihren 25. Geburtstag

Seit 25 Jahren gibt es die Haller Akademie der Künste in Hall. Passend lautet das Motto: 25 Jahre Erlebnis Kunst. Ein Angebot ist die Sommerakademie - die Abschlussausstellung wird Teil der Geburtstagsfeier sein.

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Steinbildhauerkurs 2013: Peter Baumann aus St. Gallen in der Schweiz klopft bei der Haller Sommerakademie mit. Das ist ein Angebot der Haller Akademie der Künste. Die feiert am Samstag, 15. August, ihren 25. Geburtstag.  Foto: 

"Wir existieren seit 25 Jahren und fühlen uns in Schwäbisch Hall noch immer nicht richtig wahrgenommen. Eine breite Öffentlichkeit hat wahrscheinlich keine Ahnung, dass es uns gibt", findet Michael Klenk beim Pressegespräch im ehemaligen Haalgymnasium in der Innenstadt nachdenkliche Worte. Der Mitinitiator und Mitbegründer macht deutlich, dass die Haller Akademie der Künste als interdisziplinäres Forum für zeitgenössische Kunst gegründet wurde - ein kreativer Ansatz der unterschiedliche Kunstformen miteinander verbinden soll, was im Studienangebot und in vielen Projekten im Laufe der Zeit umgesetzt wurde.

Die Wahrnehmung könnte auch mit dem Umzug weg von der Kunsthalle Würth rein in die Innenstadt stärker werden. Kurz vor Weihnachten 2013 zog die Akademie ins ehemalige Haalgymnasium und belebt nun gemeinsam mit den Freilichtspielen das Gebäude. Die Nachbarschaft funktioniere gut, passe zur kreativen und interdisziplinären Ausrichtung. Gemeinsame Projekte wurden und werden umgesetzt.

90 Prozent der Studierenden haben Erfolg 

Die Haller Akademie ist ein Verein, keine Hochschule, macht Klenk weiter deutlich. Einen Abschluss könne man nicht machen, aber ein Jahr lang großen künstlerischen Freiraum interdisziplinär nutzen. "Das ist die Hauptintention. Studierende probieren sich auf vielfältige Art und Weise künstlerisch aus, stellen eine Mappe zusammen, um sich damit an einer Hochschule zu bewerben", unterstreicht Dozentin und Holzbildhauerin Andrea Reksans. Wichtig sei dabei auch, dass Studierende über ihre Arbeiten und andere Kunstwerke sprechen könnten, erläutert Klenk. Deshalb gebe es Kurse für Sprachgestaltung. Die Erfolgsquote von Studierenden, die sich mit einer Mappe mit Arbeiten aus der Akademiezeit bei einer Hochschule bewerben, liege bei 90 Prozent, sagt Sonja Streng von der Akademie.

Sie nennt Erfolgsgeschichten wie die von Martin Hesselmeier, der an der Akademie war und mittlerweile für seine Lichtkunst einen internationale Auszeichnung erhalten hat. Das stärke den guten Ruf der Haller Akademie der Künste weiter. Deren Finanzierung müsse vor allem über Kursgebühren und über Mitgliederbeiträge gestemmt werden, erläutert Klenk. Es gebe zudem einen Mietzuschuss der Stadt Hall. Ausgaben entstehen vor allem durch Honorarverträge mit den acht bis zehn Dozenten. Ohne die derzeit rund 150 Mitglieder sei es nicht möglich, den Verein am Leben zu halten.

In Zukunft auch Abschlüsse anbieten?

Es wird ein Sommer- und ein Winterprogramm angeboten, es laufen viele Projekte, und die Haller Sommerakademie existiert seit 2001 - eine Plattform für alle, die ihre Kreativität entfalten wollen. Es gebe 20 Vollstudenten und 40 bis 50 Kursstudierende pro Semester, die in der Regel aus der Region kämen. "Es ist eine wundervolle Mischung aus älteren und jüngeren Menschen", sagt Sonja Streng und freut sich mit Blick auf die Sommerakademie über "einen neuen Rekord mit 91 Teilnehmern". Die 14. Haller Sommerakademie spielt auch bei der Geburtstagsfeier am Samstag, 15. August, eine wesentliche Rolle. Sie wird Teil des Programms ab 11 Uhr. Vor dem Haus "Im Haal 14" und in allen Räumen beziehungsweise Werkstätten der Haller Akademie der Künste wird gefeiert. Das ganze Haus wird zur Galerie, die zeigt, was in zwei Wochen intensiver künstlerischer Arbeit entstanden ist. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim hält die Festansprache.

Wohin geht der weitere Weg der Haller Akademie der Künste? Es gebe Gedanken in Richtung Abschlüsse anbieten, antwortet Klenk. Die Nachfrage am Kursbetrieb sei hoch. In Schwäbisch Hall sollen weiter Kooperationen wie beispielsweise mit den Freilichtspielen, dem Goethe-Institut, der Volkshochschule oder der Musikschule für interdisziplinäre Projekte gesucht und gemeinsam umgesetzt werden.

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