Grundschüler sicherer auf dem Drahtesel

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Sicher sollen sich die kleinen Radfahrer nach dem Kurs im Verkehr bewegen.  Foto: 

Klaus Kempf hat ihn ertappt: einen Falschfahrer. Nett weist der Polizeibeamte den kleinen Radler darauf hin, dass er an der letzten Kreuzung falsch abgebogen ist. Diesmal ist das auch noch nicht schlimm: Schließlich wird an diesem Samstagmorgen auf dem Übungsplatz des ehemaligen Kupferzeller Bahnhofs für den Straßenverkehr geprobt.

Mit dem Verkehrstraining für Fahranfänger betrittt die Kreisverkehrswacht Hohenlohe als Veranstalter erfolgreich Neuland. Die Idee kommt sehr gut an. „Wir wollten ursprünglich zwei Termine anbieten, daraus sind jetzt sechs geworden“, erklärt Kempf. Auch die zusätzlichen Kurse waren sehr schnell ausgebucht. Sie sind wohl so interessant, dass sogar Fahranfänger aus Schrozberg mitmachen. Insgesamt 82 Schüler der Geburtsjahrgänge 2007 und 2008 wurden von ihren Eltern angemeldet. Auch seien schon Anfragen nach Fortbildungskursen gestellt worden.

Das Ziel der Verkehrswacht: Die frühzeitige und kontinuierliche Verkehrserziehung soll zu einem sicheren Verhalten der Kinder im Straßenverkehr beitragen. Dazu sollen Hören, Sehen, Motorik und Reaktion sowie das generelle Körperbewusstsein geschärft werden. Kempf hat bei seinen Besuchen an Schulen bemerkt: „Wir hatten schon einige Kinder, die überhaupt nicht mehr Fahrradfahren konnten.“ Bei den Kindern, die beim Auftakttermin mit ihren Drahteseln unterwegs sind, ist das nicht so. „Die sind alle schon ziemlich gut unterwegs“, erkennt der Fachmann.

Sie profitierten auch vom speziell dafür eingerichteten Gelände in Kupferzell. „Dieser Platz ist der Burner in ganz Hohenlohe“, zeigt sich Uwe Trumpp begeistert. Der stellvertretende Vorsitzende der Kreisverkehrswacht wünscht sich, dass in weitere Gelände investiert wird.

Was ihm besonders am Herzen liegt, fasst er in einer kurzen Ansprache an die Kleinen zusammen. „Immer einen Helm tragen. Das ist ganz wichtig“, redet er ihnen ins Gewissen. Auch Kempf betont das: „Der Helm ist das A und O, auch wenn er in Deutschland nicht vorgeschrieben ist.“

Kupferzells Bürgermeister Joachim Schaaf dankt der Verkehrswacht für ihr Engagement. „Heute steht nicht der Spaß im Vordergrund. Ihr lernt fürs Leben“, wendet er sich an die Fahranfänger. Schließlich seien immer mehr Autos unterwegs.

Zwei Stunden sind die 16 Kurs-
teilnehmer auf dem Parcours. Sie lernen zunächst, mit Schulterblick und Handzeichen vom Straßenrand aus anzufahren, schulen ihr Geschick, indem sie während der Fahrt Tennisbälle von der Spitze von Verkehrshütchen aufnehmen. Selbst Straßenschilder werden ihnen vorgestellt. Am Ende bewegen sie sich sicherer im Verkehr und scheinen für die Radfahrprüfung gut gerüstet.

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