Gemeinderat diskutiert über Urnenwand in Enslingen

Die Urnennischen auf dem Enslinger Friedhof gehen zur Neige. Die Untermünkheimer Gemeinderäte diskutierten über den Standort der neuen Felder in ihrer jüngsten Sitzung mit dem Fachplaner.

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Die Urnenwand am Enslinger Friedhof hat nur noch wenige freie Plätze. Deshalb soll es neue zusätzliche Nischen an anderer Stelle geben. Ob an der Hecke oder der Friedlinde, das steht noch nicht fest.  Foto: 

Schnell einig ist man sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass es sowohl in Untermünkheim als auch in Enslingen 2018 eine Erweiterung der Urnenwände auf den dortigen Friedhöfen geben soll. Sofort gibt das Gremium grünes Licht, dass die neuen Nischen in Untermünkheim zwischen den bereits bestehenden errichtet werden sollen. Doch eine längere Diskussion gibt es über den Standort neuer Felder in Enslingen: Die Vorstellungen von Gemeinderäten und dem beauftragten Fachplaner Armin Hauenstein gehen so weit auseinander, dass das Thema am Ende der Diskussion vertagt wird.

An der Aussegnungshalle, wo die Urnenwand jetzt steht, ist auf jeden Fall kein Platz mehr für eine Erweiterung. Hauenstein denkt deshalb an zwei neue Stelen bei der Friedlinde.

Sie könnten links und rechts des bestehenden Weges errichtet werden, der sich als Hauptachse durch den Friedhof zieht. Zwei Mal sechs Felder könnten dort untergebracht werden. „Wenn wir die Rückseite belegen, ist das Doppelte möglich“, meint Hauenstein. Bauhofleiter Horst Leu hat für ein Foto extra ein Modell gebastelt, um den Gemeinderäten die Dimensionen vor Ort zu verdeutlichen.

„Mein Favorit bleibt aber der Standort an der Hecke“, macht der Enslinger Gemeinderat Siegfried Falk seinen Standpunkt deutlich. Im nördlichen Bereich des Friedhofs soll dafür die Hecke höher werden. Auch sein Enslinger Amtskollege Thomas Schwab würde die neue Urnenwand dort besser gefallen. „Der Platz an der Linde wäre sonst verloren“, meint er. Für ihn gebe es an der Hecke „einfach ein besseres Bild“.

Das sieht Landschaftsplaner Hauenstein ganz anders. Er will dort die Erweiterung nicht sehen. Gemeinderat Oliver Otterbach argumentiert auch gegen den Standort an der Linde. „Die Höhe der Urnenwand ist dort zu mächtig“, findet er. Und wenn man die zwei Stelen flacher gestalte, müsse man zu bald wieder erweitern. „Da wäre es doch an der Hecke besser“, fügt er hinzu.

Zu versteckter Standort

Hauenstein erläutert, was ihn am Standort Hecke stört. „Dort wäre die Urnenwand zu versteckt am Ende des Friedhofs“, wirbt er um Verständnis. Außerdem gehe es dort den Hang hinauf, die neuen Felder wären an einer Böschung. „Eigentlich sollte man bei einem Friedhofsbesuch darauf zugehen“, so seine Meinung.

Otterbach könnte sich vorstellen, dass die Stelen an der Friedlinde niedriger, dafür aber gleich breiter gestaltet werden, um genug freie Felder zu haben. Er könnte sich auch gut vorstellen, Vorder- und Rückseite zu belegen. Dagegen spricht sich allerdings Gemeindemitarbeiterin Ulrike Frick aus: „Dann würde man bei Beerdigungen doch dort zu nahe an der Hecke stehen.“

„Wir haben Architekt Hauenstein mit der Planung beauftragt, weil er Erfahrung hat“, meint Bürgermeister Christoph Maschke. Er lässt deshalb zunächst über die Idee des Fachplaners abstimmen, die allerdings nur vier Anhänger im Gremium findet. „Die Sache ist noch nicht ausgereift“, meint Gemeinderätin Beate Breitkreuz. Ausschuss und Gemeinderäte sollten sich nochmals vor Ort ein Bild machen.

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