Gemeinde Braunsbach: Holz und Steine werden kleingehäckselt

Die Vorbereitung für die Entfernung der Holzberge am Grimmbach laufen. Es geht dabei um Gefahrenabwehr und um den Wasserschutz.

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Das Holz am Grimbach wird bald von einem Spezialunternehmen gehäckselt und abtransportiert. Die Aufräumarbeiten werden wohl noch Wochen dauern.  Foto: 

Die Gegend rund um den Grimbach an der L 1045 ist ein Wasserschutzgebiet. Daher muss es zur Gefahrenabwehr von den Tonnen an Holz, das beim Unwetter des 29. Mai ins Tal gerutscht ist, befreit werden. „Dafür haben wir ein Spezialunternehmen beauftragt“, erklärt Braunsbachs Bürgermeister Frank Harsch. Sämtliche Stämme müssten dafür zentral gesammelt werden, um sie im Anschluss zu häckseln. „Inklusive den Steinen“, ergänzt Harsch. Im Prinzip handele es sich um „herrenloses Holz“, das größtenteils auf Gemeindegrund, aber auch auf Flächen liegt, die in Privateigentum sind oder dem Land Baden-Württemberg gehören. Eine Zuordnung ist laut Harsch nicht machbar: „Dann müssten wir ja auch die Steine zuordnen.“ Die rechtliche Klärung habe das Landratsamt für die Gemeinde übernommen.

Die Spezialfirma wird das Holz und das Gestein an Ort und Stelle klein machen. Die Vorbereitungen dafür laufen zurzeit. Nach dem Häckselvorgang wird alles noch einmal gesiebt. Heraus kommt „Gut in unterschiedlichen Qualitäten“, wie Harsch weiter ausführt. „Holz und Steine kann man aber nicht komplett voneinander trennen“, so Harsch. Das habe er sich erklären lassen. Das Gut, das sich noch verbrennen lässt, wird im Anschluss an entsprechende Anlagen verkauft. „Holz-Stein-Gemische können für Böschungen und Ähnliches verwendet werden“, erklärt der Bürgermeister.

Der Erlös geht zwar an die Gemeinde Braunsbach, aber viel wird man nicht davon haben. „Insgesamt wird es ein Verlustgeschäft“, sagt Harsch. Die Firma müsse ja auch noch bezahlt werden. „Wir zahlen da drauf. Das muss uns die Gefahrenabwehr und der Wasserschutz  wert sein.“ Immerhin komme aus dem Gebiet auch ein Teil des Braunsbacher Trinkwassers.

Es habe theoretisch auch andere Möglichkeiten gegeben, wie mit dem Holz zu verfahren sei, meint Harsch. Da es sich aber um eine solch große Menge handelt – die Schätzungen liegen bei rund 5000 Festmetern – habe man sich in Absprache mit dem Landratsamt und Forstamt für die jetzige Lösung entschieden. „Wenn es sich nur um Holz handeln würde, hätte man es auch abtransportieren können“, so Harsch. „Doch auch hier hätte sich die Frage gestellt, wohin damit? Wir hätten es ja nicht einfach im Wald ablegen können.“ Durch die Geröllmassen und den Schlamm sei es praktikabler, alles klein machen zu lassen. Es liege alles „kreuz und quer durcheinander“, das sei eben das Problem. Der Bürgermeister geht davon aus, dass sich die Arbeiten noch über Wochen hinziehen werden.

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