Gemeinde Braunsbach beschließt Haushalt - Investitionen reduziert

Rund vier Millionen Euro Schulden hat die Gemeinde Braunsbach. Sie schnallt deshalb in diesem Jahr den Gürtel enger und fährt die Investitionen zurück. Zwei Gemeinderäte lehnen den Haushalt ab.

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Gegenüber dem Sportheim des TSV Braunsbach soll am Hang ein neues Kunstrasenfeld entstehen. Die Gemeinde finanziert das Projekt mit. Sie hat beim Land einen Zuschussantrag gestellt.  Foto: 

"Wir müssen finanziell wieder Luft bekommen", machte Braunsbachs Kämmerer Bernd Kluger in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich. Zusammen mit Bürgermeister Frank Harsch stellte er die Haushaltssatzung für das laufende Jahr und den Wirtschaftsplan bis 2017 vor.

Zwei große Investitionen sieht der Braunsbacher Haushalt 2014 vor. Zum einen steht die Sanierung von Gemeindestraßen bei Arnsdorf an. Dafür sind in den Budgets 2014 und 2015 insgesamt 324.000 Euro eingeplant. Aus dem Ausgleichstock des Landes sollen 225.000 Euro für das Vorhaben fließen.

Auch für den neuen Kunstrasenplatz des TSV Braunsbach sind Mittel aus dem Ausgleichstock vorgesehen. Die Gemeinde hofft auf 360.000 Euro aus Stuttgart. Die neue Spielstätte der Braunsbacher Fußballer soll 800000 Euro kosten. Auf die Gemeinde entfällt laut Haushaltsplan ein Anteil von 514.000 Euro, die Summe aus dem Ausgleichstock ist dabei mit eingerechnet. Unter dem Strich beteiligt sich die Gemeinde mit 50.000 Euro am Sportplatz, die durch Waldverkauf erlöst werden sollen. In 2014 hat die Verwaltung 420.000 Euro für den Sportplatz eingestellt, für 2015 verbleiben 94.000 Euro.

4 Millionen Euro Schulden bis Ende 2014

Der Schuldenstand der Gemeinde werde Ende 2014 rund 4 Millionen Euro betragen, sagt Kluger. Braunsbach will im laufenden Haushaltsjahr 257.000 Euro zurückzahlen und nur 100.000 Euro neue Schulden aufnehmen. 2015 plant die Verwaltung, den Schuldenberg weiter abzubauen. "Die Verbindlichkeiten sind zu viel, keine Frage. Aber man muss auch sehen, dass dem in der Bilanz Gegenwerte von rund 30 Millionen Euro entgegenstehen", führte Harsch aus.

Kluger verwies auf den Umstand, dass der neugewählte Gemeinderat ab Mai andere Prioritäten setzen kann. Auch eine veränderte Wirtschaftslage in Deutschland könnte zu neuen Zahlen im Braunsbacher Haushalt führen. Bürgermeister Harsch machte deutlich, dass in der Zukunft Denkanstöße gefragt seien, um den Etat weiter zu konsolidieren. Beispielsweise müsse ein Rückbau von asphaltierten Feldwegen zu Graswegen in Betracht gezogen werden.

Den Haushaltsplan beschloss der Braunsbacher Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen (Esther Gronbach und Gottfried Mathias). Der Wirtschaftsplan bis 2017 wurde hingegen einstimmig beschlossen.

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