Einsatzplan für Hochwasserfälle

Obersontheim hat als eine der ersten Kommunen im Landkreis einen Alarm- und Einsatzplan für Hochwasserfälle ausgearbeitet.

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Die Bühler fließt bei Obersontheim ruhig durch die malerische Landschaft. Wenn der Fluss aber über die Ufer tritt, muss oft das Hab und Gut der Anwohner besonders geschützt werden.  Foto: 

In Obersontheim sind Überschwemmungen durch die  Bühler immer wieder ein Thema.  In den  Einsatzplänen der Freiwilligen Feuerwehr sind sie lapidar festgehalten.  „Am 19. August 2005“, ist dort zu lesen, „war die Ortsdurchfahrt in Obersontheim nach einem starken Gewitterregen überflutet, außerdem waren mehrere Keller mit Wasser vollgelaufen. Die Ortsdurchfahrt musste abgesperrt und die Keller mit Wassersaugern ausgepumpt werden.“

Hinterhöfe schutzlos

Vier Jahre später wiederholt sich das Szenario. Im Juni 2013 stand in der Presse unter der Überschrift „Hochwasser im Bühlertal“: „Obersontheim ist nicht so gut wie Bühlertann geschützt. Etliche Hinterhöfe sind der Bühler mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert. Zeitweise musste auch die komplette Ortsdurchfahrt ab der Sparkasse bis zur Volksbank gesperrt werden. In Untersontheim ist der Fußballplatz vollkommen abgesoffen.“

In Zeiten des viel diskutierten Klimawandels und den damit verbundenen meteorologischen Extremsituationen rückt der Hochwasserschutz immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit, zumal die Katastrophe in Braunsbach noch allen im Bewusstsein ist.

Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass die Wetterturbulenzen nie gekannte Gefahrenlagen heraufbeschwören können. Die Bevölkerung erwartet angesichts dessen verstärkte Schutzmaßnahmen. Diese sind im Katastrophenschutzgesetz formuliert. Dort ist auch festgehalten, dass die Gemeinden an der Ausarbeitung von Alarm- und Einsatzplänen mitzuwirken haben. Als eine der ersten Gemeinden im Landkreis hat Obersontheim in diesem Juli einen Hochwasseralarm- und Einsatzplan verabschiedet.

Der Plan bietet die Möglichkeit, sich auf die Hochwassergefahren vorzubereiten und dokumentiert gleichzeitig den Stand der Hochwasserschutzplanung in der Gemeinde. Im Kern geht es um die Festlegung: Wer macht was zu welchem Zeitpunkt? Es werden darin Verantwortungen und Zuständigkeiten sowie die Strategien der Gegenmaßnahmen und deren Umsetzung in Einsatzbefehlen festgelegt. Der Hochwasseralarm- und Einsatzplan  ist unbefristet gültig und wird bei Bedarf fortgeschrieben. Er entbindet niemanden von seiner Sorgfaltspflicht und Eigenverantwortung.

Acht Warnstufen festgelegt

Was ist zu schützen? Das Leben und die Gesundheit von Menschen und Tieren. Es geht darum, die Umwelt vor gravierenden irreversiblen Schäden zu bewahren, das unwiederbringliche Kulturerbe der Gemeinde und ihrer Bürger zu erhalten und die für die wirtschaftliche Tätigkeit erforderliche Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Dazu gehört es, im Katastrophenfall die Rettungs- und Fluchtwege offen zu halten wie auch  die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und des DRK zu gewährleisten. Auch die Kommunikations- und Energieversorgung hat hohe Priorität.

Im Plan ist ein Alarmstufenmodell integriert, das bei Hochwasserereignissen acht Warnstufen festlegt und die primären Aufgaben und Zuständigkeiten der verschiedenen Akteure festlegt. Durch die Anwendung dieses Einsatzmodells soll die verfügbare Reaktionszeit möglichst verlängert, beziehungsweise die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht werden.

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