Furt bleibt vorerst stehen

Die Enslinger Steinbrücke  soll erst im Spätherbst für den Verkehr freigegeben werden.

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Nach dem Starkregen ist am Mittwoch die Furt durch den Kocher überschwemmt. Wann sie abgebaut wird, ist noch offen – möglicherweise im kommenden Frühjahr.  Foto: 

Die Sanierung der historischen Steinbrücke Enslingen ist ein Vorzeigeprojekt der Gemeinde. Mit fast einer Million Euro wird die Bogenbrücke aus dem Jahr 1780 so saniert und umgebaut, dass sie in den kommenden Jahrzehnten für die schweren landwirtschaftlichen Fahrzeuge  tauglich ist, welche die Brücke queren müssen, um auf der anderen Kocherseite die Äcker zu bewirtschaften oder Holz aus dem Wald zu holen. Gleichzeitig wird so saniert, dass die Optik des schmucken Bauwerks erhalten bleibt. Und auch auf die in den Brückenbogen brütenden und lebenden Vögel oder Fledermäuse wird Rücksicht genommen, ihre Brut- und Schlafhöhlen bleiben erhalten.

Die Sanierung bleibt im Kostenrahmen, jedoch lässt sich die veranschlagte Bauzeit nicht halten. Ursprünglich sollte die Sanierung bereits Ende September abgeschlossen und die Furt abgebaut sein. „Noch zirka sechs bis acht Wochen“ werde es dauern, bis die Sanierung abgeschlossen ist und die Brücke für den Verkehr freigegeben wird. Deshalb wird auch die Furt weiterhin den Verkehr durch den Kocher führen. In Absprache mit dem Landratsamt werde die Gemeinde diese abbauen lassen, so bald dies möglich sei.

Dass die Einhaltung der Bauzeit schwierig werden würde, hatte sich schon früh abgezeichnet. Zum einen waren durch das Wasserrecht enge Vorgaben gegeben, innerhalb derer an dem Fließgewässer gebaut werden darf, zum anderen musste im Frühsommer die Baustelle für fünf Wochen ruhen, weil festgestellt wurde, dass seltene Vögel wie Gebirgsstelzen dort brüten.

Im Sommer zeigte sich Bürgermeister Christoph Maschke noch zuversichtlich, dass die Bauverzögerung aufgeholt werden kann. Doch starker Regen und die öfters überspülte Furt ließen die Arbeiten nicht wie geplant vorankommen, berichtet Maschke, der am Mittwoch bei einer längeren Baustellenbesprechung vor Ort war.  „Jetzt geht es um die Optik und Gestaltung, es geht darum, wie wir die Anpassung ans Gelände vornehmen. Das braucht Zeit.“

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