Für Lale Pfefferle aus Tüngental ist täglich Muttertag

Sie ist fünffache Mutter, sie organisiert und erlebt "das große Glück" im vollen Alltag: Lale Pfefferle aus Tüngental empfindet nicht nur den 10. Mai, sondern jeden Tag als Muttertag.

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"Ja, mir ist es bewusst, dass ich anders bin mit fünf Kindern", sagt Lale Pfefferle schmunzelnd. Sie wollte schon immer eine große Familie. Dass das geklappt hat, sei "ein Geschenk".

Vor dem Haus stehen Kinderfahrräder, Roller, ein Trettraktor. Im Wohnzimmer sind Bücherstapel, Wäsche und Spielzeug. "Ich spiele lieber mit den Kindern und genieße die gemeinsame Zeit, als meine Prioritäten auf einen perfekten Haushalt zu legen", betont Pfefferle und schaut liebevoll auf die bunten Basteleien, Bilder und Fotos. "Was ich am Vormittag, wenn vier der fünf Kinder weg sind, nicht schaffe, brauche ich nachmittags gar nicht erst zu versuchen." Meistens habe zumindest eines der Kinder irgendwo einen Termin. Ob Fußball, Voltigieren, Jungschar, Instrumentalunterricht oder Schwimmen: Die Organisation und besonders das Darandenken, wer wann wo sein sollte, fordert Lale Pfefferle einiges ab. An der Wand hängt ein großer Kalender, am Kühlschrank drei Stundenpläne. Es gibt keinen Tag ohne Termin, außer vielleicht den Sonntag. "Den heben wir uns für die Familie auf", sagt Mutter Lale. "Wir sind froh, dass wir die Oma im Ort haben", auch ihr Mann Bernd unterstütze sie sehr.

Um kurz nach 6 Uhr klingelt der Wecker

Am normalen Tagen klingelt bei ihr der Wecker kurz nach 6 Uhr. Während des Frühstücks bereitet sie das Vesper für die Kinder zu, dann geht es los in die Schulen und in den Kindergarten. "Meist bleibe ich mit dem Jüngsten daheim." Um 12.30 Uhr kommen die Grundschulkinder wieder heim. Lale Pfefferle kocht täglich für alle zu Mittag. Die Hausaufgaben betreut sie am Esstisch, in all dem Trubel. "Diese allein auf ihrem Zimmer zu machen, empfänden unsere Kinder schon beinahe als Strafe", sie wollten dort sein, wo alle sind.

"Man wird nicht jünger, es wird anstrengender, auch die durchwachten Nächte sind spürbar", sagt die 43-Jährige mit Blick auf ihren jüngsten Spross, der gerade versucht, einen Stuhl zu erklimmen. "Gell, du Fegerle", liebkost sie ihn. Ihre ersten beiden Kinder hat sie im Krankenhaus zur Welt gebracht, die anderen daheim. "Eine Handvoll Kinder, das ist perfekt", sagt die patente Frau. Zwischen den Kindern habe sie immer in ihrem Beruf als Krankenschwester gearbeitet. Momentan ist sie in Elternzeit.

Rivalitäten unter den Geschwistern gebe es durchaus, aber nach außen hielten alle zusammen. "Ich möchte meinen Kindern christliche Werte wie Ehrlichkeit und ein gutes Miteinander vermitteln", sagt Lale Pfefferle. "Bei Ärger hilft es mir, einfach das Zimmer zu wechseln, mal tief durchzuschnaufen oder darüber zu lachen." Man könne nie allen Bedürfnissen gerecht werden, dafür seien die Kinder zu unterschiedlich.

"Bei uns ist immer was los"

Aus dem christlichen Glauben zieht Lale Pfefferle Kraft. Sie liest gerne Sinnsprüche oder schmökert in der Bibel, denn "ich erfülle mich gern mit guten Gedanken". Freundschaften seien ihr zum Ausgleich wichtig. Für gemeinsame Treffen, Sport oder den Besuch des Hauskreises sei vormittags die beste Zeit. Die Geschwister würden sich auch untereinander kümmern, "denn manchmal bin ich ziemlich eingespannt", sagt die fünffache Mutter.

"Ich bin ganz zufrieden und dankbar für das, was ich habe. Besonders schön ist, dass bei uns immer was los ist." Muttertag sei für sie jeden Tag. Und die Freude über einen überraschenden Blumenstrauß unterm Jahr ungleich größer. "Wenn die Kinder daran denken, decken sie den Tisch und schenken mir etwas Gebasteltes." Aber das müssten sie nicht.

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