Frühlingsfest: Achtköpfige Stimmungsband spielt gegen das Pokalfinale an

DFB-Pokalendspiel gegen Stimmungsmusik: Diese Auseinandersetzung haben die Isartaler Hexen nicht eindeutig für sich entscheiden können. <i>Mit Bildergalerie.</i>

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Das Publikum im Festzelt lässt sich nicht lange bitten und geht voll mit. Schon kurz nach Beginn der Show stehen die ersten Zuschauer auf.  Foto: 

Die achtköpfige bayrische Frauen-Stimmungsband spielt gegen das zeitgleich stattfindende Fußball-Pokalendspiel im Berliner Olympiastadion an. Die gute Stimmung leidet etwas unter dem nicht ganz gefüllten Festzelt.

Pünktlich um 20.30 Uhr beginnt der Hexentanz im Festzelt in Fronrot. Wo im Vorjahr noch viele vergeblich auf Eintritt bei den „Dorfrockern“ gehofft hatten, bleiben in diesem Jahr jedoch viele Plätze unbesetzt. Ungefähr 600 Zuschauer werden es am Ende sein, die das etwa 1000 Menschen fassende Festzelt nur unzureichend füllen können. Das Pokalendspiel Bayern München gegen Borussia Dortmund ist angepfiffen worden und man hofft auf eine baldige Entscheidung und auf mehr Zuschauer im zweiten und dritten Teil des Abends.

Doch es gibt Verlängerung und nach dem Elfmeterschießen verirren sich nur noch wenige in die gut beschallte „Hexenküche“, wo die sieben Frauen um die Bandgründerin Ulla Vater an der Trompete einen Hit nach dem anderen zum Besten geben. Sehr zur Freude der begeisterten Zuschauer, die trotz Pfingstferien und Fußball ihren Weg in den Bühlertanner Teilort gefunden haben.

Von Beginn an wird auf den Bänken getanzt und geschunkelt. „Atemlos“, „Wahnsinn“, „Eisbärn“ und „Hulapalu“. Die Hitdichte ist schon in der ersten Stunde des Auftrittes sehr hoch. „Wenn nicht jetzt, wann dann“. Der Erfolgstitel der Höhner scheint das Motto des Abends zu sein. Ungeachtet der nicht ganz gefüllten Bänke feiern die Gäste des Musikvereins Fronrot ausgelassen mit den bayrischen Powerfrauen.

Optischer Mittelpunkt der Show ist Susal Franz, die Leadsängerin, die auch hinter dem Akkordeon eine gute Figur macht und ihre Zuhörer immer wieder sehr engagiert anfeuert. An ihrer Seite die Gitarristin Sandra Dauenhauer, die nicht nur bei „TNT“ zeigt, dass sie eine richtige Rockröhre sein kann. Alex Spiegel an der Posaune, Birgit Schneeberger am Saxophon, Mikki Weber am Bass und Tina Kölbl am Keyboard komplettieren die Frauenpowerband, die von Maria Langbauer an den Drums angetrieben wird. Ihr beeindruckendes Schlagzeugsolo erhält reichlich Applaus der sichtlich begeisterten Zuschauer.

„It’s raining men“. Mit diesem Wunsch geht es in den zweiten Teil des über dreistündigen Auftrittes der einheitlich in rot und schwarz gekleideten vermeintlichen Hexen aus dem Isartal. Ein Wunsch der sich so nicht erfüllen soll. Fast schon typisch für die Frühlingsfeste in Fronrot scheint die auffallende Altersmischung der Besucher zu sein.

Da tanzt dann wirklich die Oma mit dem Enkel und steppt der Opa mit dem sprichwörtlichen Bär. Die Trachtendichte ist vergleichsweise hoch. Alle Altersklassen zeigen sich in Dirndl und Lederhosen oder wenigstens im karierten Hemd. Obwohl die Besucherzahlen in diesem Jahr nicht so sind, wie man sich das beim Musikverein vielleicht erhofft hat, wird für das nächste Jahr schon wieder fleißig geplant. Denn das dreitägige Frühlingsfest in Fronrot ist eine feste Institution.

Auch wenn der Hexentanz kein Elfmeterschießen hat, stimmungsmäßig ist der Abend allemal ein deutlicher Sieg der guten Partylaune im Fronroter Festzelt.

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