Freundlich, sensibel und bürgeraktiv

Qualitätssiegel des Landes belohnt die Arbeit der Wüstenroter Zukunftswerkstatt. Der Gemeinderat nahm die Auszeichnung entgegen.

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Frieder Hartung, einer der beiden Moderatoren der Wüstenroter Zukunftswerkstatt 2016, präsentierte im  Gemeinderat nicht nur die Projektgruppenergebnisse des Managementverfahrens „familienfreundliche, demografiesensible und bürgeraktive Gemeinde“. Als Überraschung für Bürgermeister, Gemeinderäte und die im Zuhörerraum zahlreich anwesenden ehrenamtlichen Zukunftswerkstatt-Teilnehmer überreichte er ein großes Qualitätssiegel des Landes. Das sei der Lohn für das erarbeitete Handlungskonzept „Wüstenrot 2030 – Die Zukunft gemeinsam gestalten“.

Drei zentrale Handlungsfelder

Einstimmig billigte der Gemeinderat die Handlungsempfehlungen für die drei Handlungsfelder „Junges Wüstenrot“, „Miteinander der Generationen und Kulturen“ sowie „Leben in den Ortschaften“. Auch ein „Themenspeicher“ mit neun Punkten für zusätzliche Maßnahmen wie die Stabilisierung des Freibads, ein E-Mobilitätskonzept, ein Tag der Vereine oder der Ausbau des Radwegenetzes fand die Zustimmung des Gremiums. „Wir haben die drei Handlungsfelder mit Zielstellungen versehen, um zu gestalten was da ist und die vorhandenen Potentiale bestmöglich zu nutzen“, erläuterte Frieder Hartung, Spezialist für urbane Projekte und Konzeptionen.

Oberziel im Handlungsfeld Wüstenrot sei es, für Jugendliche und junge Familien vorhandene (Natur-) Räume zu nutzen und weiterzuentwickeln. Dass mit der Aufstockung der Stelle eines Jugendreferenten von 35 auf 50 Prozent bereits ein Vorschlag in der aktuellen Sitzung, umgesetzt werden könne, sei toll. Wichtig sei es, die Jugendlichen und Bürger bei der Gestaltung der öffentlichen Räume wie dem Jugendzentrum K4 oder der Ortsmitte als „Wohnzimmer im Freien“ einzubinden. Großes Entwicklungspotential biete die Naturparkgemeinde für Angebote, die Wüstenrots Attraktivität als Wohn- und Erholungsort steigern können.

Arbeitskreise vor Gründung

Auch das zweite Handlungsfeld Miteinander der Generationen werde schon vielfältig in Angriff genommen. Beispiele seien der Arbeitskreis Asyl, Bürgercafés oder die bestehende Taschengeldbörse, die man zur Ehrenamtsbörse ausbauen könne. „Die Konzeption der digitalen Infrastruktur und das Thema Bürgerbus stehen im Mittelpunkt für das Handlungsfeld Leben in den Ortschaften“, nennt Frieder Hartung die Projektfelder, um die regionale und überregionale Kommunikation sowie die Verbindungen zwischen weit auseinanderliegenden Ortschaften zu verbessern. Für beide Themenkreise sollen schnell Arbeitskreise eingerichtet werden. Man habe auch andere Ideen nicht unter den Tisch fallen lassen und in einem Themenspeicher gesammelt, damit Bürger ihre Kompetenzen weiter einbringen können“, erläutert der Moderator. „Der Bürgerbus beschäftigt mich seit Beginn meiner Amtszeit“, geht Bürgermeister Timo Wolf auf einzelne Vorschläge ein. Aus dem Bürgerbus solle ein Bürger-Taxi werden.

Mainhardt als Vorbild

Erfahrungen aus Mainhardt sollen in Wüstenrot mit einfließen. „Die Zusammenarbeit war sehr angenehm und fruchtbar, vieles ist schon angestoßen“, lobt der Schultes die Projektgruppenarbeit mit den externen Moderatoren.

Die Zukunftswerkstatt ist ein Managementverfahren, um ein Handlungskonzept „Familienfreundliche, demografiesensible und bürgeraktive Kommune“ zu erarbeiten. Das Verfahren ist ein gemeinsames Angebot von zwei Stuttgarter Landesministerien, dem Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag, dem Kommunalverband für Jugend und Soziales, der Akademie Ländlicher Raum sowie der Familienforschung des Statistischen Landesamtes. döt

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