Freuden und Nöte mit Stil und Charme

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„In Anlehnung an das Märchen ,Hans im Glück’ präsentieren wir heute ein musikalisches Märchen auf unsere Art.“ Martin Nowak, Pianist und Akkordeonspieler der Gruppe Widerhall, gibt mit seinen dunkelrot lackierten Fingernägeln die Richtung des Abends vor: „Lieder und Gedichte über Frauen im Glück.“ Denn Hans (im Glück) hat heute frei.

Die Sängerinnen Dagmar Esser, Lisa Missy und Patricia Reutter werfen gleich zu Beginn des Abends im Büschlerkeller mit Geld um sich. „Wie finde ich einen Millionär, die Frage quält mich täglich sehr“, singen sie zur Melodie von „Money, Money, Money“ (Abba). Überraschend schonungslos widmen sie sich jedoch nicht nur dem Glück der Frauen, sondern häufig auch den Tiefen direkt daneben. So wird die gefährliche Liebe zur Schokolade besungen („Honey, Honey“ – Abba) und nach den vorgetragenen Gedanken zur Schwerkraft, „dem größten Feind der Frauen“, landet man erbarmungslos bei „Mamma Mia“ von Abba. „Meine Waage – es geht schon wieder los – es ist hoffnungslos.“

Bekannte Lieder werden mit eigenen Texten versehen, Originale textlich leicht abgewandelt oder aber auch mal ganz im Original vorgetragen. Das ist das Markenzeichen der Gruppe Widerhall. „Wenn ich so auf dir stehe und dann die Zahlen sehe“, beenden sie das Thema Gewicht, um dann bei „Ti Amo“ (Umberto Tozzi) zu landen. „Wechseljahr“ wird bei Widerhall daraus. „Was gewesen, ist gewesen.“

Aber auch originale Klassiker werden wunderbar ins Thema eingebunden. „Wenn ich wüßt’ wen ich geküsst“ oder „Egon, ach Egon.“ Kurz vor Ende der knapp 90-minütigen Premieren-Aufführung vor etwa 40 Zuschauern im Büschlerkeller noch eine grandiose Adaption der süddeutschen Gruppe Schrille Fehlaperlen: „Großes Herz“ – nach „Seasons in the Sun“, dem Welthit. „Du bist als Mann echt eine Granat – doch steht zwischen uns das Zölibat.“ Das wird teilweise in Schwäbisch gesungen.

Amüsant und liebenswert

Mit dem Programm „Frau im Glück (Hans hat heute frei)“ bleibt die Gruppe Widerhall ihrem Stil und Charme treu. Die Texte sind bissig, aber auch offen und meist aus eigener Feder, die Melodien sind bekannt.  Auch wenn sich am Premierenabend noch einige Fehler einschleichen und es kleine musikalische Hänger gibt, es ist ein amüsanter und liebenswerter Auftakt für die Revue des lokalen Ensembles, das sich mit der „Bar zum Krokodil“ vom begeisterten Publikum verabschiedet.

Info Die nächsten Vorstellungen sind am 24. und 25. November.

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