Freikletterer Thomas Huber begeistert sein Publikum beim Saunabauer Klafs

Eigentlich ist es ein exklusiver Branchentreff, zu dem Klafs anlässlich des zehnjährigen Bestehens seines House of Sauna & Spa eingeladen hat. Doch Thomas Huber, einer der "Huberbuam", macht alle sprachlos.

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Im Hintergrund Thomas Huber am Mount Asgard - unter ihm geht es senkrecht in die Tiefe. Vor der Leinwand ebenfalls Thomas Huber, der eindrucksvoll den Griff erklärt.  Foto: 

Der Applaus ist lang, sehr lang und sehr kräftig. Vor den rund 70 Zuhörern steht ein 47-jähriger durchtrainierter Mann mit langen Haaren und lächelt. Die eigentlichen Themen des Branchentreffs - die Zukunft des Spa, das Energiemanagement, die Hotel-Trends - sie sind für einen Moment in den Hintergrund gerückt.

Thomas Huber hat die Menschen mit seinem Vortrag fasziniert. Der Berchtesgadener ist einer der zwei "Huberbuam", die sich einen Namen als Extremkletterer gemacht haben.

Begleitet von beeindruckenden Filmsequenzen und Bildern schildert Huber seinen Traum: die Besteigung des Cerro Torre in Patagonien (3128 Meter), die aufgeschoben werden musste wegen eines vier Zentimeter großen Tumors in der Niere - der sich nach der Operation als gutartig herausstellt. "Das Wichtigste ist: Das Leben selbst!", ruft er in den Raum.

Huber erzählt nicht brav vom Cerro Torre und dem auf Baffin Island (Kanada) liegenden Mount Asgard, den er 2012 bezwang - als Zuhörer hat man das Gefühl, als würde er all das noch einmal durchleben: Mit Leidenschaft, mit Verve, mit Mut. Und er lockert seinen mitreißenden Vortrag immer wieder auf. Über den Mount Asgard sagt er: "Der steht da wie eine Mülltonne!" Das Publikum lacht, ist dankbar, kurz durchatmen zu können, um dann wieder atemlos Huber und dessen Kollegen bei den Bergbesteigungen zu folgen - zumindest fühlt es sich so an.

"Manchmal muss man Dinge tun, die man nicht kalkulieren kann, um erfolgreich zu sein. Aber wenn du das zu oft machst, fällst du irgendwann auf die Schnauze."

Mit diesen Worten umschreibt Huber eine extrem schwer zu kletternde Passage am Mount Asgard, an der ein hervorragender belgischer Freikletterer scheiterte. Man sieht auf den Bildern und den Filmsequenzen die Anspannung. Man greift in Gedanken förmlich mit, wenn Huber die Herausforderungen plastisch schildert.

"Momente des puren Glücks" spielen sich nach dem erfolgreichen Aufstieg ab. Über einen Monat sind Huber und sein Team fern der Zivilisation unterwegs. "Eine warme Schlafstätte, Essen, Trinken, Freunde - es sind diese archaischen Werte, die zählen und die man heute so gerne vergisst.

Den Bogen zum Hotel- und Spa-Management wolle er nicht spannen, so Huber - und tut es am Ende doch. "Wenn man in der Sauna sitzt, dann vergisst man das Gestern und das Morgen. Es interessiert nicht. Man lebt im Jetzt - und das ist wichtig in unserer Zeit."

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