Fleißige und Halbstarke

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Jochen Korte zu Bauern, der Ernte und einer halbstarken SPD-Politikerin.  Foto: 

Helle Lichtstrahlen geistern zurzeit spätabends bis in die Nacht über die Felder. Keine Angst, es sind keine Ungeheuer. Wohl aber die Scheinwerfer an den Traktoren fleißiger Landwirte, die den Boden bestellen. Sie pflügen, eggen und säen, damit im kommenden Frühjahr die Saat aufgeht und Mensch und Tier mit Getreide versorgt werden können. Da müssen die günstigen Witterungsverhältnisse genutzt werden, bevor Dauerregen oder Frost kommen. Mit der Ernte dieses Jahres können die Getreidebauern kaum richtig zufrieden sein. Als das Korn reif zum Dreschen war, spielte das Wetter nicht mit, die Körner trieben am Halm aus und Pilze hatten ein leichtes Spiel. Knapper Durchschnitt, lautet das Ergebnis. Viel besser sieht es beim Mais und bei den Zuckerrüben aus. Gerade bei den Rüben steht eine absolute Spitzenernte ins Haus. Dafür, dass sich im kommenden Jahr hoffentlich alle Ackerbauern erfreuen können, wird jetzt der Grundstein gelegt.

Der Arbeitsmarkt im Bezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim ist in bester Verfassung. Eine Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent, danach würden sich vergleichbare Bezirke in Nordrhein-Westfalen geradezu sehnen. Thekla Schlör, die Leiterin der hiesigen Agentur, ist optimistisch, dass die gute Wirtschaftslage anhält. Auch wenn die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl länger dauern könnte, hält sie es für unwahrscheinlich, dass sich das dramatisch auswirken könnte. „Die Stimmung ist gut. Die Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen nach oben korrigiert“, sagt Schlör. Hoffentlich behält sie Recht. Und den Politikern in Berlin, darunter sind mit Christian von Stetten (CDU) und Harald Ebner (Grüne) auch zwei aus Hohenlohe, sei gesagt: „Einigt euch!“ Die Wirtschaft braucht Planungssicherheit, und die vermittelt am ehesten eine stabile Regierung. Auch wenn die Koalition aus CDU, CSU, FDP und Grünen ein Experiment ist. Besser als Neuwahlen ist das allemal.

In die Fresse soll die Regierung bekommen. So „halbstark“ gebärdet sich die neue SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles. Da bekommt die SPD derart eins auf die Nase, verliert die Bundestagsabgeordnete Annette Sawade ihr Mandat, die Partei verabschiedet sich in die Opposition und Nahles riskiert eine dicke Lippe. Immerhin hat sie nicht wieder das Lied von Pippi Langstrumpf gesungen. Das war unerträglich. Dass Wolfgang Freiherr von Stetten ob der ungehobelten Ausdrucksweise die Nase rümpft, sei ihm unbenommen. Nur: Zimperlich ist er in seiner Zeit als Parlamentarier auch nicht gewesen.

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