Attraktive Wohnlagen

Die Nachfrage nach Grundstücken ist in Vellberg weiterhin groß. Schon bald reicht das Neubaugebiet Kreuzäcker bis an die Bühlertalstraße.

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Das Vellberger Wohngebiet Kreuzäcker wächst weiter. Der vierte Bauabschnitt wird im kommenden Frühjahr erschlossen. Die günstige Lage in der Nähe von Schwäbisch Hall lässt die Nachfrage steigen.  Foto: 

Wir kommen mit der Erschließung kaum hinterher“, stellt Bürgermeisterin Ute Zoll fest.  Voraussichtlich im Frühjahr 2018 wird mit der Erschließung des vierten Bauabschnitts im Gebiet Kreuzäcker begonnen. Rund 16 Bauplätze für Einfamilienhäuser stehen dann zum Verkauf. Am Rand des Gebiets zur Bühlertalstraße hin sollen vier Mehrfamilienhäuser entstehen. Wenn im Kreuzäcker alle Grundstücke verkauft sind, hat Vellberg noch das Baugebiet Sandhalde zwischen der Hörgershofer Straße und der Bühler. „Dort sieht der Flächennutzungsplan eine Wohnbebauung vor“, so Zoll.

Im Großaltdorfer Baugebiet Wolfsgraben ist derzeit kein Bauplatz mehr im Angebot. Auf ihrer Homepage fordert die Stadt ernsthafte Bauplatzinteressenten auf, sich zu melden. Wann weitere Bauplätze erschlossen werden, hänge von der Anzahl der Interessenten ab, heißt es dort. „Einen Bebauungsplan haben wir, aber den Grund muss die Stadt erst noch erwerben“, so die Bürgermeisterin. Am Ortseingang steht seit Kurzem  ein Schild, das Auswärtige auf das Baugebiet Wolfsgraben aufmerksam machen soll.

Nähe zu Hall als Vorteil

Auf einem der letzten freien Grundstücke im Wolfsgraben baut  das Ehepaar Schlosser. „Wir haben unser altes Haus verkauft und bauen jetzt nochmal neu“, sagt Manuela Schlosser. Sie und ihr Mann sind im örtlichen Gesangverein aktiv und genießen die dörfliche Gemeinschaft. „Hier kennt jeder jeden, das ist uns lieber, als so anonym zu leben. Wir könnten uns nie vorstellen, in der Stadt zu wohnen, schon Hall ist uns zu städtisch“, sagt die 52-Jährige. An Großaltdorf lieben sie die Natur, die Idylle und die Ruhe. „Das ist für uns Lebensqualität“, sagt sie. „Und mit dem Auto ist alles nicht weit“, fügt sie hinzu.

Der Mietwohnungsmarkt in Vellberg ist angespannt. „Wer etwas zu vermieten hat, kriegt es los“, meint Ute Zoll. Mehrfamilienhäuser gibt es bisher nur in Talheim am Schlegelsberg, in der Markgrafennallee und auch im Neubaugebiet Kreuzäcker. Apartments gibt es im ehemaligen Gästehaus gegenüber des Schlosses und in der Alten Kaserne. „Die Nachfrage nach solchen Wohnungen ist groß“, so Zoll.

Seit 2008 baut das Haller Wohnbauunternehmen Röwisch Mehrfamilienhäuser in der Kreuz­äckersiedlung. Mit dem bisher letzten Objekt, einem Haus mit besonders wenig Energiebedarf, hat Röwisch dann 65 Eigentumswohnungen in Vellberg erstellt. Der Ort hat viele Vorteile für das Unternehmen: „Vellberg liegt auf der Bühlertal-Achse am nächsten bei Schwäbisch Hall, das in wenigen Minuten erreichbar ist. Die Nahversorgung in Vellberg, unter anderem durch den Edeka mitten im Herzen des Wohngebietes, ist hervorragend. Die Wohnungspreise liegen aber bei gleicher Bauqualität circa zehn Prozent  unter Haller Preisen. Dies zieht den ein oder anderen Käufer direkt aus Schwäbisch Hall“, schreibt Geschäftsführer Timo Rößler.

Auch das Obersontheimer Wohnbauunternehmen Laukenmann ist in Vellberg aktiv. Laut Auskunft von Geschäftsführer Tobias Laukenmann wurden in den vergangenen Jahren vom Einfamilien- und Doppelhaus bis zum Mehrfamilienhaus mehr als 40 Wohneinheiten realisiert, nicht nur im Kreuzäcker, sondern auch im Baugebiet Markgrafenallee. Günstig an Vellberg sei die Nähe zum Stammsitz in Obersontheim und „die attraktive Nähe zu Schwäbisch Hall, nicht nur für die berufstätige Käuferschicht aus Schwäbisch Hall“, so Laukenmann. Beide Unternehmer betonen, dass sie mit einem Stamm an Handwerkern aus der Umgebung zusammenarbeiten.

Im Seniorenstift Vellberg verbringen nicht nur Vellberger ihren Lebensabend, die Bewohner kommen auch aus der Umgebung. Noch dieses Jahr wird das Gebäude aus den 1980er-Jahren abgerissen. Es wird durch einen Neubau mit Einzelzimmern ersetzt. „Bisher gibt es dort Doppelzimmer, aber die sind nach der neuen Heimbauverordnung ab 2019 nicht mehr erlaubt“, erklärt Zoll. Während der Bauphase wohnen die Vellberger Senioren in einem neuen Heim in Rosenberg.

Der dreistöckige Wohnblock vor dem Pflegestift gehört seit ein paar Jahren einem privaten Investor. Vorher hat er zum Pflegestift gehört. „Der Investor hat zugesagt, das bisherige Konzept für betreutes Wohnen weiterzuführen“, versichert der Geschäftsführer des Pflegestiftbetreibers „DfM“, Rainer Freyer. Die Bewohner können je nach Bedarf Dienstleistungen des Pflegestifts buchen, etwa für Wäsche, Wohnungsreinigung und Mittagstisch. „Das Problem ist aber, dass das Haus keinen Aufzug hat, also nicht behindertengerecht ist“, so Zoll. Die Nachfrage für diese Wohnform sei durchaus vorhanden, ergänzt sie.

Zwischen 2010 und 2014 hat die Stadt Vellberg im Baugebiet Kreuz­äcker jährlich fünf bis acht Bauplätze veräußert. 2015 waren es 15 und 2016 sogar 23. In Großaltdorf sind im Baugebiet Wolfsgraben inzwischen alle 14 Bauplätze verkauft. Interessenten werden gebeten, sich im Rathaus zu melden.

Ansprechpartner bei der Verwaltung ist Kämmerer Oliver Taubald. Ihn erreicht man unter Telefon 0 79 07 / 877-30 oder E-Mail Oliver.taubald@vellberg.de. siba

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