Schulsozialamt: „Diskretion ist unverzichtbar“

Seit September unterstützt Diana Zarowny Schüler in Bühlertann bei Fragen und Problemlosen. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt oft anonym.

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Schulsozialarbeiterin Diana Zarowny in ihrem Büro in der Bühlertanner Schule. Bei ihrer Arbeit hat sie es mit den unterschiedlichsten Themen zu tun.  Foto: 

Schule und Gemeinde waren sich einig. Eine Zahl von derzeit 450 Schülerinnen und Schülern verlangt die Einrichtung einer Stelle für Schulsozialarbeit. Die Beratung ist freiwillig und vertraulich. Sie erfolgt in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, sozialen Diensten, Beratungsstellen, der Agentur für Arbeit, der Jugendgerichtshilfe und der Polizei.

Vielen Konflikten ausgesetzt

Lernende sind heutzutage vielen Konflikten ausgesetzt, die sie nicht immer alleine bewältigen können. Dazu gehören Lernschwierigkeiten, Probleme mit Mitschülern und Lehrern, Probleme in der Familie oder schwierige Lebenslagen, die durch Freizeitstress,  Suchtverhalten, Mobbing oder körperliche Gewalt entstehen können. Hierzu gehören auch gesundheitsschädliche Verhaltensweisen und eine riskante Lebensführung. Die Gestaltung einer aktiven Freizeit und der Übergang von der Schule in den Beruf sind darüber hinaus nicht zu unterschätzende Anforderungen in einem Schülerleben.

Diana Zarowny, die über ein eigenes Büro in der Schule verfügt, ist in diesen Fällen eine kompetente Ansprechpartnerin. Ihr Angebot reicht von Einzelberatung über Klassen- und gruppenbezogene Intervention bis hin zur Unterstützung von Aktionen und Projekten. „Ich  finde es wichtig, in der Schule präsent und immer ansprechbar zu sein“, erläutert Zarowny ihre Grundsätze. In der großen Pause ist sie meistens in der Nähe des Rektorats zu finden. Sie taucht in der Mensa oder am Stand beim Bäcker auf. „Die Schüler können mich telefonisch erreichen, per E-Mail oder mir eine Nachricht im Briefkasten hinterlassen“, ergänzt sie. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass die erste Kontaktaufnahme oft anonym erfolgt. Manche Schüler zögerten, wollen es sich „noch einmal überlegen“.

„Das ist in Ordnung“, findet Zarowny. „Diskretion ist unverzichtbar und die Beratung ist ja freiwillig. Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler zu mir Vertrauen aufbauen.“ Mit ihrer freundlichen und offenen Art gelingt ihr das offenbar. Sie freut sich darüber, wenn sie von den Schülern positive Rückmeldungen bekommt. „In meinem Briefkasten lag neulich ein Dankesbrief und ein Hanuta“, berichtet sie stolz.

Auch Hilfe für Eltern und Lehrer

Ihr Aufgabengebiet ist komplex. „Ich bin auch Ansprechpartnerin für Eltern. Ich unterstütze sie bei Problemen und Fragen, die im häuslichen Kreis entstehen und vermittle bei Bedarf auch Termine bei anderen Beratungsstellen, auf Wunsch auch bei Ämtern.“  Doch im Lebensraum Schule darf man die Lehrer nicht vergessen. „Ich unterstütze selbstverständlich auch Lehrkräfte in Krisen- und Konfliktsituationen und berate sie in sozialpädagogischen Fragen.“

Zudem kann Diana Zarowny auch auf das Netzwerk der Schule zurückgreifen. Dazu gehören die Präventionslehrkräfte der Schule, die Beratungslehrer und der Förderverein. Hilfreich sind Einrichtungen wie etwa das „Streitschlichterprogramm“, die Programme „Aktive Teens“ und „Starke Kinder“. Die Zusammenarbeit mit dem für den Landkreis Schwäbisch Hall zuständigen Polizeipräsidium Aalen in Fragen von Mobbing, Gewalt und Medienerziehung hat Tradition im Schulzentrum.

Aktuell führt Diana Zarowny  mit allen Fünftklässlern ein Kommunikationstraining durch. Das nützt allen und die Schulsozialarbeiterin lernt dabei schnell viele ihrer Schützlinge persönlich  kennen.

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