Kommentar: Es braucht ein Konzept

HT-Chefredakteur Marcus Haas über das Globe-Konzept.

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Marcus Haas  Foto: 

Ein Protzbau ist das neue Theater nicht, aber was gar nicht geht: Die Kosten laufen aus dem Ruder. Ein Unternehmer würde bei einer solchen Explosion von fast 50 Prozent große Probleme bekommen, wenn er sich so verplanen, verrechnen würde. Klar kommt dabei der Verdacht auf, dass zu Beginn bewusst viel niedriger kalkuliert wurde, um den Beschluss im Gemeinderat leichter zu bekommen. Wer ist verantwortlich? Keiner will es gewesen sein. Der Vorsitzende, die Geschäftsführung, der neue Intendant? Dass nun plötzlich vor allem der Hochbauamtsleiter die Kostenexplosion verteidigen soll, greift beim Schwarze-Peter-Spiel zu kurz. Der Gemeinderat stimmt zurecht nicht einfach zu. Der neue Intendant muss viel Überzeugungsarbeit in den Fraktionen leisten, denn es braucht ein detailliertes Konzept, das die Veränderungen und Erhöhungen des Ausbau-
standards rechtfertigt, wenn er die Akzeptanz ohne zu sparen bekommen will. Problematisch: die Baustelleneinrichtung. Der Fahrweg soll zwischen den beiden Kinderspielplätzen vorbeiführen. Von Alternativen wie Förderbändern oder einen Kran war keine Rede mehr. Übrigens: Der Gedanke, dass der Arbeitstitel „Neues Globe“ als Namen auch so bleiben kann, sollte nochmal überdacht werden. Das wirkt nicht gerade kreativ und in zehn Jahren eher komisch.

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