Erweiterung Rastanlage Hohenlohe-Süd an der A6: Jetzt schon Schäden an Infrastruktur

129 neue PKW-Parkplätze können jetzt auf der Rastanlage Hohenlohe Süd angesteuert werden. Die 103 LKW-Stellflächen dahinter sind seit Oktober offen. Ärgerlich sind vermehrter Müll und rücksichtlose Parker.

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Die Erweiterung der Rastanlage Hohenlohe-Süd an der A6 ist abgeschlossen. Aber schon gibt es Probleme.  Foto: 

Mehr Parkplätze, klare Strukturen, separate Zufahrten, neue Ruhezonen: Die Erweiterung der A6-Rastanlage Hohenlohe Süd ist pünktlich zum Ferienstart abgeschlossen, meldet das Regierungspräsidium Stuttgart. Alles wirkt noch etwas kahl, erst im Herbst werden Bäume und Sträucher gepflanzt.

Der hintere LKW-Bereich mit 103 Stellflächen und vier Buchten für Schwertransporter ist schon seit Oktober geöffnet, jetzt können auch die 129 neuen PKW-Parkplätze sowie die zwölf Bus- und sechs Caravan-Buchten angesteuert werden.

Auf der Nordseite laufen die Arbeiten noch, seit Juni ist das Laster-Areal offen, bis Anfang November soll auch die PKW-Zone komplett fertig sein. Als im Nord-Bereich Zauneidechsen gefunden wurden, stand der Zeitplan auf der Kippe. Die streng geschützten Tiere mussten aufwendig umgesiedelt werden und die Arbeiten teilweise ruhen.

"Wir haben die Verzögerung fast aufgeholt. Das liegt nicht zuletzt am guten Wetter", sagt Lars Friedel vom Regierungspräsidium, der das Projekt leitet. 18,9 Millionen Euro investiert der Bund, die Zahl der LKW-Parkplätze wurde nahezu verdreifacht: von 70 auf 197. Das war auch bitter nötig angesichts der chaotischen Zustände, die davor herrschten. Beide Rastanlagen waren dem Ansturm der Transporter aus aller Herren Länder nicht mehr gewachsen.

Nur: Zu manchen Zeiten ist die größere Fläche schon wieder zu klein. "Teilweise sind die Fahrgassen erneut zugestellt", sagt Friedel. Auch Bus- und PKW-Stellflächen werden schon mal zweckentfremdet. "Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass die Rastanlage ausgebaut wurde."

Bordsteine und Betonwände bröckeln

Kein Verständnis hat der Projektleiter für das teils aggressive Fahrverhalten und die rücksichtslose Zerstörung der Infrastruktur. "Sie fahren über Grünflächen und parken auf Gehwegen." Die Folge: Bordsteine und Betonwände bröckeln, Zäune sind eingedrückt und Schilder kaputt. "Wenn wir im Norden fertig sind, können wir im Süden gleich wieder mit der Sanierung beginnen. Das kostet bestimmt 25.000 Euro."

Auch mit der Sauberkeit ist es zurzeit nicht zum Besten bestellt. Verschmutzte Fahrbahnen, vermüllte Parkplätze: "Die Autobahnmeisterei hat hier täglich viel zu tun, obwohl viele neue Abfallbehälter aufgestellt worden sind." Sauber ist der neue PKW-Bereich im Süden. Privatbetreiber Tank und Rast hat zudem den Innenhof renoviert, die Terrasse gerichtet und einen neuen Kiosk aufgestellt.

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