Erweiterung kostete 650 000 Euro

Architekt Lorenz Kraft hat dem Bühlertanner Gemeinderat Pläne für eine Erweiterung des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ vorgelegt.

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Die Situation in den beiden kommunalen Kindergärten „Kunterbunt“ und „Unterm Regenbogen“ sowie die Besoldung der Kindergärtnerinnen beschäftigen den Gemeinderat auch in seiner jüngsten Sitzung.

Bei ihrem Sachstandsbericht im Mai hatten  die beiden Leiterinnen der Kindergärten bereits darauf hingewiesen, dass es Raumnot geben könnte. Die Verwaltung hatte darauf reagiert und Architekt Lorenz Kraft damit beauftragt, einen Entwurf für einen Erweiterungsbau am Kindergarten „Unterm Regenbogen“ zu erarbeiten. Dieser Entwurf sieht vor, dass das bisher für drei Gruppen ausgelegte Kindergartengebäude im östlichen Bereich um eine Kindergarteneinheit einschließlich Sanitär- und Küchenbereich erweitert werden kann. Der Erweiterungsbau umfasst einen größeren und einen kleineren Gruppenraum, einen Ruheraum, einen WC/Wickelbereich, Lagerräume und einen Spielflur. Die Gesamtnutzungsfläche beträgt 182 Quadratmeter und würde nach heutigem Baukostenniveau rund 650 000 Euro kosten. Die Kosten schienen einigen Gemeinderatsmitgliedern zu hoch. Man einigte sich jedoch auf den Entwurf mit der Maßgabe, eine möglichst hohe Kostensicherheit anzustreben. Auf eine Einholung weiterer Planungsvarianten verzichteten die Gemeinderäte mehrheitlich. Die Verwaltung muss jetzt abklären, in welcher Höhe mit Geld aus dem Ausgleichstock gerechnet werden kann.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellten die Kindergartenleiterinnen Sandra Hornberger-Kurz (Kindergarten Unterm Regenbogen) und Simone Waibel (Kindergarten Kunterbunt) die pädagogischen Konzepte vor, nach denen die beiden Kindergärten arbeiten. Beide Kindergärten richten sich nach den rechtlichen Vorgaben des Orientierungsplans des Landes Baden-Württemberg. Der Kindergarten „Kunterbunt“ hat als Ziel der pädagogischen Arbeit, alles einzubeziehen, was für ein Kind im Alltag wichtig sein kann. Der Kindergarten hat eine Regelgruppe und einen Mischgruppe mit zehn Ganztagesbetreuungsplätzen, insgesamt sind es 47 Kindergartenplätze.

Der Kindergarten „Unterm Regenbogen“ arbeitet nach dem Leitsatz: „Hilf mir, es selbst zu tun“ (Montessori). Er strebt mehr Autonomie und Selbstorganisation bei Lern- und Entwicklungsprozessen an. Dem entspricht die offene Gestaltung durch Funktionsräume. Der Kindergarten bietet Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren einen Ort der Bildung und Entwicklung. Wöchentlich findet ein Wald- und Wiesentag statt, einmal im Jahr ein Waldprojekt.

Nach Auffassung beider Kindergartenleiterinnen ist es wichtig, dass für die Arbeit alle Kindergartenkräfte eine Ausbildung als Erzieherin abgelegt haben und die Stellen entsprechend ausgewiesen sind. Sie stellten deshalb den Antrag, die Stellen für Zweitkräfte künftig als Stellen für Erzieherinnen mit höherem Entgelt auszuschreiben und zu besetzen. Der Gemeinderat will in der nächsten Sitzung über den Besoldungswunsch entscheiden.

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