Entscheidungen

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Clemens Fuest und Wolfgang Schäuble kennt man aus dem Fernsehen, beide hatten zuletzt aber auch bemerkenswerte Auftritte in Stadt und Region. Der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung war beim Haller Weltmarktführer-Gipfel. Der Bundes-Finanzminister sprach in Künzelsau auf Einladung der Würth-Akademie. Zumindest was den möglicherweise bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU anbetrifft, sind Fuest und Schäuble nahe beieinander. Beide gehen davon aus, dass in dem Referendum der Ärger über reale Probleme zum Ausdruck kam: die Flüchtlings- und Eurokrise sowie das Verschleudern von Subventionen. Auch diese Einschätzung teilen sie: Weil Umverteilung Gewinner und Verlierer schafft, werden nicht diejenigen Länder mit EU-Austritt drohen, die Unterstützung erhalten, sondern diejenigen, die unterstützen. Jetzt gehe es auch um Tempo: Die Entschlossenen sollen vorangehen und Projekte umsetzen, die sich rasch verwirklichen lassen. Warum hört eigentlich niemand auf den Wirtschaftsprofessor und den Finanzpolitiker? Es liegt nicht am Hören, sondern am Realisieren. In der Demokratie ist das Schneckentempo die normale Geschwindigkeit. Das hat Helmut Schmidt festgestellt.

Schneller geht es in Unternehmen – zumindest dann, wenn die Chefs direkt kommunizieren. „Kannst du nach Los Angeles kommen? Dort will jemand seinen Lamborghini neu gestaltet haben“, sagte der Hohenloher Künster Timo Wuerz zum Haller Unternehmer Markus Schäffler. Und schon saßen der weltbekannte Comiczeichner und der Spezialist für die Folienverklebung von Autos im Flieger.

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